HUDE - Mit rustikaler Innen-Ausstattung, freigelegten Balken, nachgebauten Stalltüren und einem mit alten Steinen aus dem Kloster gepflasterten Fußboden strahlt die Kloster-Remise an der Huder Von-Witzleben-Allee urige Gemütlichkeit aus – das wollen Musiker Arndt Baeck und der Wirt der „Klosterschänke“, Jens Burgdorf“, nutzen: „Wir möchten hier richtige Pub-Atmosphäre schaffen“, kündigt Burgdorf an. Und zwar an jedem ersten Dienstag im Monat: Dann nämlich wollen Huder Musiker ihre Instrumente auspacken und in der seit Anfang des 19. Jahrhunderts bestehenden und im Jahr 2005 umgebauten Remise Live-Musik machen. Diese Idee schwirrte schon seit langem im Kopf von Arndt Baeck herum – in Jens Burgdorf hat er nun den passenden Partner gefunden.
„Es gibt in Hude eine Menge ambitionierter Musiker – man muss sie nur hinterm Ofen hervorlocken“, sagt der 36-jährige Baeck. Im Falle von Stefan Isenberg ist ihm das schon gelungen: Mit dem Gitarristen, vielen bekannt durch Auftritte als Clown „Stefan Riesenzwerg“, wird Pianist Arndt Baeck den Auftakt am Dienstag, 7. April, gestalten. Ab 20 Uhr lautet das Motto „Guitar meets Piano“. „Da wird die Post abgehen“, verspricht Baeck und kündigt ein „buntes Querbeet-Programm“ an.
Am Dienstag, 5. Mai, gibt er ein Solo-„Wunsch“-Konzert – welche Songs auf dem Klavier gespielt werden sollen, können Musikfreunde per Abstimmung auf Baecks Internetseite (www.arndtbaeck.de) entscheiden. Am 2. Juni wird dann Stefan Isenberg mit seiner Lebensgefährtin Kerstin Döring auf der Bühne stehen, um „Oldies but Goldies“ zu spielen.
Der Eintritt ist an allen Dienstagabenden frei. „Die Leute sollen das zahlen, was ihnen die Musik wert ist“, sagt Baeck. „Wir werden einen Hut ’rumgehen lassen.“
Wie es danach weitergeht, ist noch offen – „wir wollen auf jeden Fall ein ganzes Jahr lang durchhalten“, betont Baeck. Auftrittsinteressierte Musiker werden gebeten, sich bei ihm per E-Mail unter info@arndtbaeck.de zu melden. Während sich Arndt Baeck um die Musiker-Auswahl („eine Hardrock-Band wäre sicher nicht so ideal“) kümmert, stellt Jens Burgdorf den Raum – bei gutem Wetter kann auch die Terrasse genutzt werden – und sein Personal zur Verfügung. Dritter im Bunde ist Stefan Klattenhoff, der sich mit seiner Agentur „Media73“ um die Werbung kümmert.
Was die Resonanz angeht, so macht sich Arndt Baeck seit seinem erfolgreichen Konzert im vorigen Monat im Kulturhof keine Sorgen: „Ich habe gemerkt, dass es in Hude großes Interesse an gut gemachter Popmusik gibt.“
