HUDE/WüSTING - Fünf Frauen haben sich bei der Arbeitsgruppe „Gesundheit und Soziales“ des Huder Präventionsrates gemeldet, um zukünftig Lesepaten zu sein. Lesepaten unterstützen Kinder mit geringer Lesefähigkeit und helfen ihnen dabei, die Welt der Literatur für sich zu entdecken und zu erobern.
Nur die Resonanz der Kinder war bisher zurückhaltend, so dass die Präventionsbeauftragte Birgit Lohmann-Liebezeit noch einmal zum Mitmachen aufruft: Immer montags, dienstags und mittwochs sollen die Lesepaten von 14.30 bis 15.30 Uhr mit den Kindern im Kulturhof in Hude Zeit verbringen. In Wüsting wird dienstags ab 15 Uhr in der Bücherei gelesen. Dabei wird vorgelesen, selbst gelesen, erzählt und gemalt. Die Teilnahme ist für die Kinder kostenlos.
Die Lesepatenschaften werden nach Berliner Vorbild organisiert: Dort sind inzwischen 700 Lesepaten an 35 Grundschulen beschäftigt. Die Betreuung erfolgt über einen Verein. Auch in Ganderkesee gibt es bereits ein Lesepaten-Projekt, das vor Ort von der Freiwilligenagentur betreut wird. In Hude soll auf bereits bestehende Strukturen zurückgegriffen werden, um den organisatorischen Aufwand möglichst gering zu halten. Dabei sollen die Lesepatenschaften für die Kinder mehr als nur die kognitive Leseförderung beinhalten. Auch die sozialen Aspekte wie das füreinander da sein, das Zuhören und die „Welt erklären“ soll zum Angebot für Kinder gehören, die im häuslichen Bereich wenig gefördert werden. Den Kindern soll der Zugang zur Wissensvermittlung erleichtert und die Fantasie angeregt werden.
Eine Anmeldung der Kinder ist erforderlich. Auch weitere Lesepaten können sich noch melden. Für Hude können sich Interessierte unter 04408/923156 melden und für Wüsting unter 04484/ 920587.
