Hude/Fiume Veneto - Liebe geht durch den Magen, heißt es: Was für viele Deutsche italienischer Wein und Pizza sind, das sind für Italiener Würstchen, Kartoffelsalat und Bier. Diese typisch deutschen kulinarischen Spezialitäten waren auch beim diesjährigen Besuch der Huder in ihrer Partnergemeinde Fiume Veneto der Verkaufsschlager.
Anlässlich des dortigen Comic-Festivals „Fiumettopoli“ reiste jetzt wieder eine Gruppe von neun Hudern an. Im Gepäck hatten sie 160 Liter Bier, 800 Würstchen und 40 Kilogramm Kartoffelsalat. Zum zweiten Mal fand der Besuch in Eigenregie statt, die Organisation hatte Stefanie Restemeier übernommen. „Es hat wunderbar geklappt“, bilanzierte sie, „vor allem dank der Unterstützung der Italiener vor Ort.“ Tina Bertoldo vom Eiscafé Italia half bei der Koordination, die Kollegen aus Fiume Veneto stellten Zelte, Tische und Bänke zur Verfügung. „Ein großer Dank geht auch an die Huder Unternehmen für ihre Unterstützung“, betonte Restemeier. Jens Burgdorf spendete die Gastgeschenke, das Auto zum Transport der Köstlichkeiten und des Materials stellte Carsten Nickel zur Verfügung.
Die Huder hatten einen großen Stand in günstiger Lage direkt auf dem Festgelände. Zwei Tage gingen „Wurstel“, Salat und Bier fast pausenlos über den Tresen. Der Andrang war in diesem Jahr besonders groß, da neben dem Comic-Festival auch die jährliche Radtour „Fiume Pedala“ am gleichen Wochenende stattfand. Viele der insgesamt 600 Radler stärkten sich nach der 30 Kilometer langen Etappe am Huder Stand. Nach zwei Tagen war alles ausverkauft.
Neben den typisch deutschen Spezialitäten waren auch umfangreiches Informationsmaterial über die Gemeinde Hude, Postkarten, Luftballons und Faltblätter dabei. Die Besucher zeigten sich äußerst interessiert an der Städtepartnerschaft mit Fiume Veneto. „Wir haben gemerkt, dass ein großes Interesse an Hude besteht“, sagte Stefanie Restemeier. Die Fiumettopoli sei eine gute Gelegenheit, den Klosterort vorzustellen. Häufig wurde nach Besuchen gefragt. Durch die Proseccohexen gebe es die Möglichkeit zum regelmäßigen Austausch, so Restemeier. Erst im August waren 50 Italiener für eine Woche zu Gast in Hude (die NWZ berichtete).
Die Fiumettopoli ist immer wieder ein Erlebnis, sind sich die Helfer aus Hude einig. Das Wochenende sei zwar sehr anstrengend und mit viel Arbeit verbunden, die Freiwilligen investierten trotzdem gerne ihren Urlaub in den Besuch: „Die Herzlichkeit und Gastfreundschaft, mit der wir aufgenommen werden, macht die Arbeit wett“, sagt Sonja Gode, die seit vielen Jahren dabei ist. Ein besonderer Hingucker in diesem Jahr seien die vielen kuriosen Kostüme und Verkleidungen auf dem Comic-Festival gewesen.
Nach zwei Tagen harter Arbeit erholte sich die Gruppe einen Tag am Strand, bevor es nach dem Abschiedsessen mit 80 Italienern zurück in die Heimat ging. Bis zum nächsten Besuch in Fiume Veneto im Sommer 2014 müssen beide Seiten erstmal auf Wein sowie Würstchen verzichten.
