Sedelsberg - Für zahlreiche Lacher und viel Applaus hat die Theatergruppe Sedelsberg am Freitagnachmittag mit dem plattdeutschen Dreiakter „Verdreihtet Diamantenroulette“ gesorgt. Die zahlreichen Senioren zeigten sich bei der Premiere bei Kaffee und Kuchen im Canisiushaus von der spielerischen Leistungen der Akteure begeistert.
Schon zu Beginn des Stücks, das in einer psychiatrischen Anstalt spielt und bei dem Theo Schmidt Regie führt, wurden die Lachmuskeln der Besucher ziemlich strapaziert. Dafür sorgten unter anderem die serbische Putzfrau Svetlana (Nicole Brinkmann), die alles kommentieren muss, oder auch Stationsärztin Frau Dr. Beerboom (Maria Fründt), die so gestresst ist, dass sie schon ein nervöses Zucken in der rechten Schulter bekommt.
Zusammen mit der resoluten Krankenschwester Hildegard (Roswitha Brand) und der angehenden Ärztin Daisy (Marion Lüchtenborg) wartet sie auf drei neue Patienten. Was sie nicht wissen: Bei ihnen handelt es sich um Ganoven, die sich absichtlich einweisen lassen, da sie einen Diamantenraub auf den benachbarten Juwelier planen.
Wie sollten sie das auch wissen? Denn die drei schlüpfen extra in verschiedene Rollen, damit man ihnen nichts anmerken kann. So gibt es Rudi Moshauer (Konrad Focken), der stark an den Modedesigner Rudolph Moshammer erinnert und zu gerne Daisy Gassi führen möchte.
Karla (Ingrid Waten) hingegen denkt, dass sie von Außerirdischen verfolgt wird. Und Klaas (Walter Wassermann) begibt sich als Don Quijote mit Lanze auf die Suche nach seinem Knappen Sancho Panza. Zusammen planen sie den Überfall, tauschen sich aus, wie sie es am besten vermeiden, die Psychopharmaka zu schlucken, und warten auf Rudis Tochter Frauke (Gaby Brosig). Denn die soll den Sprengstoff in die Anstalt schmuggeln. Gezündet werden soll er, wenn anlässlich der 1200-Jahr-Feier der Stadt ein Feuerwerk steigt.
Doch dann kommt Polizist Alexander Bachmann (Horst Waten) ins Spiel. Er befürchtet, das Rudi, der schon polizeilich bekannt ist, nicht wirklich verrückt ist und etwas plant. In der Anstalt mischt er sich als Nonne verkleidet unter die Patienten. Dort trifft er auf Frauke, mit der er schon einmal eine Nacht verbracht hat. Er fragt, ob sie sich treffen können. Als Frauke zusagt, weiß sie noch nicht, dass er Polizist ist. Und so nimmt das Chaos seinen Lauf.
Aber nicht nur die Darsteller waren ein Hingucker, sondern auch das Bühnenbild mit Liebe zum Detail. Wer wissen will, wie das Stück aus der Feder von Martina Röhrich und ins Plattdeutsche übersetzt von Wolfgang Binder ausgeht, hat noch Gelegenheit, es sich anzusehen am 20. Januar, 19.30 Uhr, am 22. Januar, 16 Uhr, und am 4. Februar, 19.30 Uhr. Karten mit Sitzplatzreservierung gibt es beim Elektrohaus Schmidt in Sedelsberg zu erwerben oder an der Abendkasse.
