HUNDSMÜHLEN - HUNDSMÜHLEN/HHA - Eine gelungene Kombination aus Worten und meditativer Ruhe fand das Publikum am vergangenen Freitagabend in der Hundsmühler Matthäuskirche. Hier war zum zweiten Mal die Oldenburger Autorin Dagmar Niemann-Witter zu Gast.
Musikalisch begleitet wurde sie von Gemeindemitglied Angela Temmen. Anwesend war auch Pastor Martin Böhmen. Die Autorin las aus ihrem Werk „Himmelsgedichte“.
Diese vorgetragenen religiösen Werke entstanden in den letzten zwei Jahren. Es ging um die Themen Licht und Liebe sowie Trost und Segen. Die Liebe verglich die Oldenburgerin zum Beispiel mit einer Quelle, die aus dem Wüstensand quillt. Außerdem lenke sie sicher wie Mond und Sterne durch die dunkle Nacht. Ebenso fließe der Strom der Liebe vom Himmel stets zur Erde hin.
Nach jedem Gedicht folgte eine kurze Pause. In dieser Zeit konnte das aufmerksame Publikum in meditativer Stimmung innehalten und die Worte auf sich wirken lassen. Des Weiteren spielte Angela Temmen auf einem so genannten Monochord. Dieses Instrument hat sie selbst gebaut. Es handelt sich um ein obertonreiches Musikinstrument. Das heißt, seine Klänge strahlen meditative Ruhe aus.
Die Autorin wurde 1946 in Oldenburg geboren. In Göttingen sowie Hannover studierte sie Anglistik. Seit etwa eineinhalb Jahren spielt die Lyrik für Dagmar Niemann-Witter eine wichtige Rolle. „Die Gedichte entstehen aus der Meditation. Hier kommen mir die Gedanken“, erklärt die Autorin. Insgesamt habe sie bereits über 100 Gedichte verfasst.
Eine besondere Verbindung hat die Oldenburgerin zur Matthäuskirche. Hier singt sie jeden Montag das „Morgenlob“. Niemann-Witter: „Ich mag diesen wunderschönen Kirchenraum. Er bietet eine besondere Atmosphäre und strahlt Ruhe aus.“ Die Kollekte der Veranstaltung ist für das Hospiz St. Peter in Oldenburg gedacht.
