HUNDSMüHLEN - Mit einem Zeltlager, das dank gutem Wetter reichlich Gelegenheit zum Spielen, Grillen und Angeln bot, hat der Fischereiverband Weser-Ems vom 7. bis 10. Juli die Sommerferien eingeläutet. Auf dem Gelände des Dorfgemeinschaftshauses in Hundsmühlen tummelten sich während der 24. Auflage der „Jugendsportfischertage“ 118 Kinder und Jugendliche sowie rund 50 Betreuer.
Organisator und Verbandsjugendleiter Uwe Berding aus Oldenburg leistete mit seinem Team Fleißarbeit. Es reisten Gruppen aus dem ganzen Weser-Ems-Gebiet an – u.a. aus Wardenburg, Vechta, Werlte, Aschendorf, Haren/Ems und Wildeshausen. Statt Fisch gab es gleich am ersten Tag frische Hamburger vom Grill, die reißenden Absatz fanden. In den insgesamt vier Tagen gab es sogar ein Casting-Turnier.
Es ist das zweite Mal, dass die Jugendsportfischer des Verbands in Hundsmühlen campen. Früher fand diese Veranstaltung im Oldenburger Marschweg-Stadion statt. „Uns gefällt es hier sehr gut. Vor allem die Nähe zu den Gewässern ist optimal“, sagt Verbandsvorsitzender Uwe Berding. Die Teilnehmer waren zwischen acht und 18 Jahre alt. Die jüngste Teilnehmerin war mit Abstand jedoch die vierjährige Meike Schmidt aus Vechta, die zusammen mit ihrer Mutter Anne angereist war. „Mir gefällt es hier sehr gut, vor allem braucht meine Mama nicht zu kochen“, freute sich die Vierjährige. Sie hoffte darauf, spät abends Fledermäuse zu sehen.
Unter den Campern befand sich zum ersten Mal auch die Jugendfischergruppe aus Wardenburg. Sie hofften bei ihrem „Heimspiel“, Kontakte zu anderen Gruppen zu knüpfen. Einer der offiziellen Besucher war am Sonnabend der Präsident des Sportfischerverbandes in Weser-Ems, Bernhard Pieper. Wardenburgs Bürgermeisterin Martina Noske schaute ebenfalls in Hundsmühlen vorbei. Vom jungen Wardenburger Marvin Dicke, der kürzlich einen 2850 Gramm schweren Rapfen geangelt hatte, ließ sie sich dessen denkwürdigen Fischzug noch einmal schildern.
Für die meisten Teilnehmer stellt das Zeltlager den Höhepunkt der Sommerferien dar. Vorbildlich: Die Veranstalter achteten strikt darauf, dass keine alkoholischen Getränke konsumiert wurden. Wer erwischt werde, so Vizepräsident Heinz Gräßner, müsse gehen. Bemerkenswert auch, wie viel innerhalb der vier Tage verzehrt wurde. Das Küchenteam tischte täglich 600 Liter Milch und über 350 Brötchen samt der Aufschnitt, Käse und Marmelade auf.
Auch unter sozialen Gesichtspunkten war das Zeltlager erfolgreich. Der Fischereiverband übergab 1500 Euro, die in diesem Jahr bei Veranstaltungen gesammelt wurden, an die Elterninitiative krebskranker Kinder in Oldenburg. Damit erhöht sich die Spendensumme nach Angaben Uwe Berdings seit 2008 auf 7500 Euro.
