HUNTLOSEN - HUNTLOSEN - Freundlich begrüßen die Pastorenkinder jeden einzelnen Besucher: „Wir wünschen Ihnen einen schönen Gottesdienst“, sagen sie lächelnd und drücken den Gläubigen die Liedertexte in die Hand.

Zwar füllen sich nicht alle Reihen im Pastorengarten am „Wehmehus“ in Huntlosen. Doch der Veranstalter – der ökumenische Arbeitskreis der evangelischen Kirchengemeinden aus Ahlhorn, Großenkneten und Huntlosen sowie der katholischen Gemeinde Herz-Jesu Ahlhorn – dürfen mit der Resonanz auf den zweiten Freiluftgottesdienst zufrieden sein. Dieser behandelte am vergangenen Freitag das Leben von Johannes dem Täufer. Nicht ohne Grund, wie Pfarrer Heinz-Werner Bittner der katholischen Kirchengemeinde Ahlhorn zu berichten wusste: „Der 24. Juni ist der Tag der Geburt Johannes des Täufers.“

In einer dreigeteilten Predigt ging zunächst Großenknetens Pastor, Dietrich Jaedicke, auf die Geburt der biblischen Figur ein. Pastor Michael Ohms aus Huntlosen sprach über die Tätigkeiten des Täufers als Prediger in der Wüste, bevor Bittner das Lebensende schilderte.

Dass der Gottesdienst ohne das Zusammenspiel zahlreicher Kräfte gar nicht möglich gewesen sei, unterstrich Ohms zu Beginn des von Pastor Martin Kuhn aus Ahlhorn geleiteten Gottesdienstes: „Möglich wurde dieser Gottesdienst nur, weil viele mitgeholfen haben.“

Tische und Bänke stellte der Kaninchenzuchtverein zur Verfügung, der Traditionsverein grillte im Anschluss Würstchen, und der Posaunenchor unter der Leitung von Michael Grewe untermalte den Gottesdienst musikalisch. Am Gottesdienst selbst wirkten überdies Lektoren und Lektorinnen der verschiedenen Kirchengemeinden mit.

Nicht mit leeren Händen waren die Pastoren der jeweiligen Gemeinden nach Huntlosen gekommen. Aus Ahlhorns Herz-Jesu-Kirche stammte das Kruzifix, die Huntloser selbst bestückten den Altar mit einer Taufschale, in der die Taufszene mit Johannes abgebildet ist, und die Großenkneter brachten ihr Taufregister mit. „Die Eintragungen reichen bis 1699 zurück“, sagte Jaedicke, der sich in dem Dokument auf die Suche nach dem beliebtesten Jungennamen gemacht hat. Dieser laute Johann.