HUNTLOSEN - Wecker klingeln. Waschgeräusche aus dem Badezimmer sind zu hören, wie auch das Gurgeln beim Zähneputzen. Wie hört er sich eigentlich an – ein anbrechender Tag?

Das werden an diesem Sonnabend im Oldenburgischen Staatstheater die Besucher erfahren bei der Vorstellung „Einzig ein Tag – Konzert für Rasselbande und Kartonorchester“ (11.15 Uhr, Großes Haus).

145 Schülerinnen und Schüler aus der Region haben einen akustischen Spaziergang durch den Tag mit dem Künstlerteam Nikola Rutz, Rebecca Uhlig und Volker Illi einstudiert. Mit dabei sind Drittklässler der Grundschule Huntlosen, die gemeinsam mit Schülern der Vollen Halbtagsschule Hatten die „Geräusche-Kinder“ in den Logen sind.

Die Jungen und Mädchen müssen konzentriert bei der Sache sein und auf die Zeichen der Dirigentin achten, um exakt nach Plan die Wecker klingeln zu lasen, die Waschgeräusche und das Gurgeln zu erzeugen oder auch mit Computertastaturen oder Schraubenschlüsseln Geräusche aus der Arbeitswelt nachzumachen. Und zwischendurch schallt es „Ene, mene, miste – es rappelt in der Kiste“. Ein Höhepunkt dürfte der Regen sein, der in Form von 300 Tischtennisbällen aus den Logen niederprasselt.

Drei Proben sind vorher erforderlich. „Das ist ganz schön anstrengend und aufregend“, so Klasenlehrerin Kira Wassermann, die sich über die einmalige Gelegenheit für die Kinder freut, einmal Theaterluft auch hinter den Kulissen schnuppern zu können.

Das Konzert soll laut Kira Wassermann die Kinder an die „Neue Musik“ heranführen. Es sei der Abschluss der ersten Projektphase „TheaterStarter Neue Musik“ im Rahmen von „klangpol“ und zugleich Auftakt zur Großveranstaltung „Stadtklang“. Dabei werden in ganz Oldenburg Kunstschaffende der Region neue Klangwelten für ihre Zuhörer zaubern.