HUNTLOSEN - Zwölf Wasserbüffel tummeln sich mittlerweile auf den Wiesen beim Forsthaus am Hegeler Wald in Huntlosen. Bekanntlich setzt die Büffelfarm Hatten von Peter und Rita Biel die robusten Vierbeiner in Zusammenarbeit mit dem Forstamt Ahlhorn als Landschaftspfleger auf der rund fünf Hektar großen Wiese ein. In dieser Woche stießen drei Wasser­büffelkühe aus Kärnten zu der Herde. Zwei von ihnen sind trächtig, wie Züchter Peter Biel berichtete.

Die Wasserbüffel bleiben auch über den Winter auf der Wiese beim Forsthaus. „Wir werden einen Unterstand bauen und mit Heu und Stroh zufüttern. Auch wird eine beheizbare Wasserpumpe aufgebaut“, erklärte Peter Biel. Nach seinen Worten macht den Wasserbüffeln das rauere Klima nichts aus. Wer mehr darüber wissen will, kann es nachlesen. Alles Wissenswerte über „Wasserbüffel als Landschaftspfleger“ gibt es europaweit jetzt erstmals auch als Buch.

Wissenschaftler Dr. René Krawczynski von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) in Osnabrück überreichte in seiner Eigenschaft als Vizepräsident des von Peter Biel geführten Wasserbüffel-Förderverbandes (IFWL) eines der der ersten Exemplare kürzlich am „Tag der Regionen“ auf der Büffelweide an Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Astrid Grotelüschen. Peter Biel war an der Herausgabe maßgeblich beteiligt. Das Buch wurde dem 2009 gestorbenen Prof. Dr. Hilmar Zeigert aus Oldenburg gewidmet. Ein sehr umfassendes Werk über den Wasserbüffel, der als „Verdauungskünstler“ große Mengen an Grobfutter und „minderwertigem“ Futter, das von Rindern verschmäht wird, von geringwertigen Weiden aufnimmt. Also geradezu ideal für extensiv genutzte Flächen.

„Alles Natur“ kann man auch vom Büffeldung sagen. Viele kleine Insekten leben davon. Und von diesen wiederum auch sehr seltene Exemplare, wie der Behaarte Kurzflügelkäfer „Emus hirtus“, der nun schon zum wiederholten Male auf der Huntloser Büffelweide entdeckt wurde, wie Peter Biel berichtete.

Klaus Derke
Klaus Derke Redaktion Hude