HUNTLOSEN - Der Haufen aus Strauchwerk und Schnittgut hat schon eine ansehnliche Höhe erreicht. Gleich hinter dem Dorfplatz in Huntlosen brennt der Traditionsverein am Ostersonnabend das Huntloser Osterfeuer ab. Eine Veranstaltung die stets die Massen anlockt und wohl als eine der größten Osterfeuerfeten im Umkreis bekannt ist.
Für die Mitglieder des Traditionsvereins bedeutet dies, allesamt mit anpacken und das notwendige Brennmaterial zusammenkarren. Vier Termine sind dafür angesetzt. Am vergangenen Sonnabend machten sich die „Oldies“ daran, die gemeldeten Abholpunkte mit fünf Treckergespannen und 30 Helfern abzufahren und das Schnittgut zum Dorfplatz zu transportieren. „Wir haben heute das so genannte Oldie-Sammeln auf dem Plan“, sagte Pressesprecher Hans Harms. „Der Verein wurde vor 20 Jahren gegründet, und das wollen wir auch noch gebührend mit extra Veranstaltungen feiern.“
Rund 100 Bürgerinnen und Bürger haben Strauchwerk gemeldet, das abgeholt werden kann. Bei der Arbeit blieb aber auch das gesellige Miteinander nicht auf der Strecke, denn die „Oldies“ schwelgten angesichts der vergangenen 20 Jahre auch in Erinnerungen. Die reichen bis zum 2. April 1989 zurück. An diesem Tag trafen sich 30 Gleichgesinnte im Restaurant Rhodos mit dem Ziel, den Traditionsverein zu gründen. Schwerpunkte der Veranstaltungen: das Osterfeuer und das Maibaumsetzen. Vorsitzender wurde damals Lars Hildebrandt. Und die Gründungsmitglieder hielten, was sie versprachen. Heute können Vorsitzender Daniel Helms und Pressesprecher Hans Harms auf den guten Ruf ihrer Veranstaltungen zählen. Das ist eine extra Feier im Jubiläumsjahr wert. Harms dazu: „Aus diesem Grund werden wir im Juni eine Disco auf dem Hof von Hergen Meyer für die Jugend veranstalten. Am Tag darauf gibt es eine Mottoparty, die wir an einen Gastronomen vergeben werden. Unser 20-jähriges Bestehen wollen wir dann als
Gäste einmal selber feiern.“
Nebenbei waren Mitglieder des Traditionsverein am Sonnabend damit beschäftigt, die Entwässerung der neu angelegten Pflasterfläche auf dem Dorfplatz fertig zu stellen. „Auch dieses ist eine Aktion des Traditionsvereins, die nicht nur beim Osterfeuer für trockene Füße sorgt, sondern auch anderen Veranstaltungen bei schlechtem Wetter einen festen Untergrund bietet“, so Hans Harms.
