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NWZonline.de Nachrichten Kultur

„Ida“ siegt in Riga

15.12.2014

Riga Das polnische Drama „Ida“ von Pawel Pawlikowski ist als bester Europäischer Film des Jahres ausgezeichnet worden. Der berührende Schwarz-Weiß-Film über eine katholische Novizin mit jüdischen Wurzeln siegte am Samstagabend in Riga in der Königskategorie und vier weiteren Sparten. Die Deutschen holten drei Preise.

Der gebürtige Stuttgarter Marc Bauder erhielt für seine Banker-Doku „Master of the Universe“ die Trophäe in der Kategorie bester Dokumentarfilm. Natascha Curtius-Noss und Claus-Rudolf Amler bekamen Preise für Kostüm- und Szenenbild des Alpendramas „Das finstere Tal“. Bauder lässt in seinem spannenden Film einen ehemaligen Frankfurter Banker und Finanz-Insider zu Wort kommen, der von den Machenschaften in der Branche erzählt.

Als beste Schauspielerin wurde die Französin Marion Cotillard für ihre Rolle in dem Sozialdrama „Zwei Tage, eine Nacht“ von Jean-Pierre und Luc Dardenne geehrt. Der britische Schauspieler Timothy Spall nahm die Filmpreis-Statue als bester Schauspieler für die Titelrolle in der Maler-Biografie „Mr. Turner - Meister des Lichts“ entgegen.

Der Gewinnerfilm „Ida“ holte neben dem Hauptpreis auch Auszeichnungen in den Kategorien Regie, Kamera und Drehbuch sowie den Publikumspreis. Das streng komponierte Drama spielt Anfang der 60er Jahre im kommunistischen Polen. Erzählt wird von einem Waisenmädchen, das kurz vor seinem Eintritt ins Kloster erfährt, dass es eigentlich Jüdin ist. Bevor sie ihr Gelübde ablegen kann, muss die junge Frau das Geheimnis ihrer Familiengeschichte ergründen. Der Film setzte sich unter anderem gegen Lars von Trier Sex-Drama „Nymphomaniac“ durch.

Durch die Gala in der Lettischen Nationaloper mit rund 1000 Gästen führte der deutsche Comedian Thomas Hermanns. Die französische Filmemacherin Agnès Varda (86), die „Großmutter der Nouvelle Vague“, nahm sehr gerührt den Preis für ihr Lebenswerk entgegen. Der britische Filmemacher Steve McQueen, der unter anderem den diesjährigen Oscar-Gewinner „12 Years a Slave“ gedreht hat, wurde für seinen „einzigartigen Beitrag zum internationalen Kino“ geehrt.

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