IFFENS - Von einer stabilen und nachhaltigen Arbeit in der Umweltstation Iffens sprach Dr. Wolfgang Meiners anlässlich des 30-jährigen Bestehens der Einrichtung. Es kamen viele Freunde, Praktikanten und ehemalige Mitarbeiter, die der Umweltstation über die Jahre die Treue gehalten hatten und gratulierten.

Eine lange Freundschaft hegt die Umweltstation Iffens schon von Beginn an mit der Kleinkünstlerin Mo Bunte aus Berlin. Sie lebte von 1980 bis 1988 in Ahndeich und begann dort ihr Figurentheaterspiel, mit dem sie in vielen Schulen Butjadingens auftrat. Auch in der Umweltstation wurden einige Aktionen durchgeführt.

Zum Jubiläum schenkte Mo Bunte der Umweltstation zwei Theaterstücke, die sie gemeinsam mit ihrer Kollegin Kristina Feix aus Berlin aufführte. Unter dem Label Theater Kranevit wurden die beiden Stücke „Das verwaiste Kind“ und „Drei Erdbeeren im Schnee“ im Obergeschoss der Diele aufgeführt.

Kranevit ist ein Wacholderholz, das als Basis für die Figuren dient und mit Draht und Papier modelliert wird. Mo Bunte stellt seit Jahren diese eigenwilligen Puppen und Masken her.

Inhaltlich entstehen die Theaterstücke aus Märchenerzählungen, in die ein anderer Bezug mit starker Symbolwirkung gelegt wird. Nicht die Sprache stehe bei den Stücken im Vordergrund, sondern die Bilder und Emotionen, erläuterte Mo Bunte ihre Geschichten für Erwachsene und Kinder.

Diese symbolhafte Erzählung macht es auch möglich, dass sie im Iran, Polen, Kroatien oder der Schweiz auftreten kann und trotzdem verstanden wird. Eine weitere Gruppe von zehn Italienern reiste ebenfalls zum Jubiläum an. Der Kontakt zu den italienischen Umweltschützern besteht seit Jahren und wurde weiter vertieft.

Auf die 30 Jahre zurückblickend, hatten die Bewohner der Umweltstation alte Fotos und Gästebücher zusammengesammelt und legten sie zur Einsicht aus. Zudem wurde an verschiedenen Tafeln auf die Apfelausstellung hingewiesen und Dr. Wolfgang Meiners demonstrierte in seinem Labor vergangene Projekte und aktuelle Arbeiten wie das Projekt „Chemie für Kinder“.

So bunt wie die Schar der Besucher waren auch die spontanen Aufführungen, die die Gäste für das Jubiläum bereithielten und damit ihre Gastgeber überraschten.

Hausführungen und die Besichtigung des Geländes gehörten ebenfalls zum Jubiläumsprogramm sowie ein gemeinsames Grillen mit Klönschnack.