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Butjenter Eeten Auf Hof Iggewarden Veranstaltung erhält viel Lob von Stammgästen und Neulingen

Ulrike Krebs

Iggewarden - „Ich freue mich, wieder ein so volles Haus zu haben“, sagte die 1. Vorsitzende des Arbeitskreises Gezeiten Renate Knauel auf dem Hof Iggewarden. Stolze 122 Besucher waren gekommen, um den kulinarischen Abend mit einem viergängigen Menü aus dem Butjenter Kookbook miterleben zu können.

Die meisten der Besucher waren Stammgäste aus der Region und kennen sich. Aber es waren auch neue Gesichter mit dabei, wie zum Beispiel das Ehepaar Ursula und Karl-Heinz Rulfs, das derzeit Urlaub in Butjadingen macht. „In den letzten Jahren haben wir keine Karten mehr bekommen“, sagte der Sulinger aus dem Landkreis Diepholz. „Ich finde es super. Die Musik, das Essen und auch den Vortrag“, freute er sich, dass es dieses Mal mit den Karten geklappt hatte. Auch für Martina Rothenburg aus Edewecht im Ammerland und Rüdiger Rach aus dem oldenburgischen Munderloh war das Butjenter Eeten, das der Gezeiten-Arbeitskreis in Zusammenarbeit mit dem Förderkreis Museum Fedderwardersiel anbietet, eine Premiere. Der Mix sei recht interessant, waren sie sich einig.

Butjenter Kookbook

Auf dem Speiseplan der mittlerweile 33. Auflage stand zunächst eine Störtebeker- Fischsuppe mit Muscheln und Fischfilet, gefolgt von Sültenbeen, einem Schweinefleischgericht, bei dem das Fleisch zuvor zwei Wochen lang eingelegt wird. Der Hauptgang bestand aus Scholle in Eihülle, selbstgemachtem Kartoffelsalat und einem Tomaten-Rucolasalat. Zum Nachtisch wurde schließlich ein Mandel-Blitzkuchen serviert. Und für diejenigen, die Fischgerichten nichts abgewinnen können, gab es alternativ eine Porreesuppe und später Schnitzel.

Renate Knauel und ihre Mitstreiter hatten die Gäste in gewohnter Manier im Vorfeld nicht wissen lassen, welche kulinarischen Spezialitäten sie erwartete. Die jeweiligen Rezepte las die Leiterin des Arbeitskreises Gezeiten nach den einzelnen Gängen vor.

In mehreren Häppchen erfolgten auch die musikalischen Beiträge von Justus Mendelsohn auf dem E-Piano und mit Gesang. Er präsentierte seinem Publikum Popstücke aus den vergangenen Jahrzehnten. Für die beiden Geburtstagsjubilare Stefan Moosdorf und Uwe Everding, die am Freitag ihren 65. beziehungsweise 66. Geburtstag feierten und rein zufällig sogar nebeneinander saßen, sangen alle ein Ständchen.

Und auch die Butjenter Hymne „Hurra Butjarland“ zum Abschluss der dreieinhalbstündigen Veranstaltung war wieder ein fester Programmpunkt

Meister des Wanderns

Zahlreiche und spannende Informationen rund um die invasive Wollhandkrabbe lieferte Gert Rosenbohm. Für den Braker sind die vor rund hundert Jahren aus China in die Region eingeschleppten Tiere faszinierend. Sie sind tatsächlich wahre Meister des Wanderns und legen in ihrer Heimat Strecken von 1500 Kilometern zurück. Bei drohenden Gefahren können die Allesfresser, die auch tote Biomasse entsorgen, ein Bein abwerfen und ein neues ausbilden.

Die Weibchen legen bis zu 900 000 Eier. Gert Rosenbohm schätzt, dass sich die Zahl der Viereckkrabben, die auf Süß- und Brackwasser angewiesen sind, allein in der Wesermarsch auf zehn Millionen beläuft. Die Umweltorganisation WWF geht davon aus, dass sich der durch die Tiere entstandene Schaden auf acht Millionen Euro beziffern lässt.

Die Exoten, die von Europa aus auch schon die USA erreicht haben, schädigen mit ihrer Graberei und ihren Höhlen Flussufer, Fischereiausrüstungen und die industrielle Infrastruktur. In China gelten die Wollhandkrabben dagegen als Glücksbringer und Delikatesse. Wer weiß, vielleicht finden sie irgendwann auch den Einzug auf die Speisekarte in Butjadingen und umzu. Renate Knauel hat sie jedenfalls schon probiert und war ganz angetan, verriet sie.

Die 34. Auflage des kulinarischen Events wird am 28. August 2020 stattfinden.

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