Bad Zwischenahn - Eingestimmt auf den gerade begonnenen Frühling wurden am Sonnabendabend die vielen Besucher in der Wandelhalle Bad Zwischenahn. Das Orchester Bad Zwischenahn (OBZ) hatte an diesem Abend zu sein „Konzert im Frühling“ eingeladen und die Zuhörer mit seinem Spiel begeistert. Erst nach zwei Zugaben durften die gut 40 Musiker die Bühne verlassen.
Unter der musikalischen Leitung von Hajo Bunger präsentierte das Orchester eine breite musikalische Palette der Sinfonischen Blasmusik – von Filmmusik über Oper und Märsche bis hin zu Jazz-Arrangements, Walzern und (als abschließende Zugabe) einem Volkslied. Seit Januar, so der 1. Vorsitzende des Orchesters, Manfred Schmidt, sei für das große Frühlingskonzert geprobt worden – neben Stücke aus dem Repertoire wurden andere eigens für den Auftritt einstudiert.
Zum ersten Mal hatten die Musiker zu dem Konzert an einem Sonnabend eingeladen. Bisher spielten die Musiker Sonntagnachmittags. Mit dieser Änderung, so Schmidt, hatten die Veranstalter gehofft, noch mehr Besucher anzusprechen, weil über den Eintritt auch die Arbeit des Orchesters finanziert wird. Wegen einer musikalischen Parallelveranstaltung in der St.-Johannes-Kirche blieben aber doch einige Gäste fern oder machten es wie ein Ehepaar, das nach dem Kirchenkonzert noch die letzten Stücke in der Wandelhalle miterlebte.
Das Frühlingskonzert des vor 24 Jahren gegründeten OBZ bot auch dieses Mal die Plattform für junge Musiker, sich der Öffentlichkeit zu präsentieren. Dazu zählten der 13-jährige Henning Bremer an der Trompete, Rieke Schröder (12 Jahre, Querflöte), die 14-jährige Gesa Linke (Saxophon) und der 15-jährige Jester Heye (Horn). Alle vier mussten sich zuerst gedulden. Beim „Soul Bossa Nova“ von Quincy Jones konnten sie aber ihr Können unter Beweis stellen. Zum Ende der Veranstaltung überraschte Henning mit einem Trompetensolo.
Alle vier räumten ein, am Anfang natürlich etwas nervöser gewesen zu sein. Mit den ersten gespielten Tönen legte sich dieser Zustand aber. „Es war“, so Rieke, „anschließend recht entspannt.“ Der Spaß, mit den anderen Musikern gemeinsam zu musizieren, überwog.
