Elsfleth - Rund drei Millionen Funkamateure gibt es weltweit. In Deutschland sind es etwa 80 000, rund 40 000 davon sind Mitglieder im Deutschen Amateur-Radio-Club (DARC) organisiert. Für einige hundert Funkamateure ist die Teilnahme am zweimal im Jahr stattfindenden Funkerflohmarkt des DARC-Ortsverbandes Wesermarsch in der Elsflether Stadthalle ein „Muss“.
Einige Amateurfunker reisten mit Pkw und Wohnmobilen zur Frühjahrsmesse an. Die Kennzeichen der Autos auf dem Parkplatz bewiesen, dass keinem der Weg zu weit war. Die Funkamateure kamen aus den Niederlanden, aus Norddeutschland und auch aus Thüringen, Nordrhein-Westfalen und den südlicheren Bundesländern. Die einen, um das an den Mann und die Frau zu bringen, was in ihren Funkerbüdchen nicht mehr gebraucht wird, die anderen, um mit geübtem Blick das eine oder andere Schnäppchen zu machen.
„Nachdem der Besuch im vergangenen Herbst ein bisschen schwächelte, sind wir jetzt wieder sehr gut aufgestellt“, berichtete Manfred Baake vom veranstaltenden DARC-Ortsverein Wesermarsch. Auf 100 Tischen boten 42 Aussteller das gesamte Zubehörspektrum für Funkamateure an. Natürlich waren hier und da auch einige Dinge im Angebot, die nicht unbedingt für die Funkerei vonnöten sind. „Wenn einer einen Grill anbietet, dann sollte er schon nachweisen, dass dieser Grill ausschließlich für gesellige Funkeraktivitäten im Freien verwendet wird“, scherzte Manfred Baake. Gebraucht würden die Funkamateure in Notfällen auch heute noch. „Wenn bei einem Katastrophenfall als erstes die Mobilfunknetze ausfallen, dann sind die Funkamateure gefragt“.
So sei auch im digitalen Zeitalter das Funkerhobby nicht vom Aussterben bedroht, ist sich Manfred Baake sicher. „Aber es wird bei den Bastlern und Tüftlern längst nicht mehr so viel gelötet, wie früher. Heute kaufen die Funkamateure häufig vorgefertigte Bausätze.“ Wer damit nichts am Hut hatte, der wurde in der Stadthalle fündig. Von der riesigen Antenne über alte Radioröhren bis hin zur kleinsten Steckverbindung war wieder alles zu haben. Sollte es einem der Funkamateure nicht gelungen sein, mit den frisch erworbenen Schnäppchen im heimischen Bastelkeller einen „heißen Draht“ zu Gleichgesinnten aufzubauen, dem konnte geholfen werden: im Angebot waren auch zwei Äxte.
