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NWZonline.de Nachrichten Kultur

Auszeichnung: Im Krieg verstummtes Kind durch Musik gerettet

30.01.2015

München Schwer krank, ein Waisenkind 1945 nach dem Krieg – Christoph Eschenbach begegnete früh dem Tod. Die Musik half ihm zurück ins Leben. Im Mai bekommt der Dirigent und Pianist nun in München den renommierten Ernst-von-Siemens-Musikpreis.

Eschenbach wird als Sohn des Musikwissenschaftlers Heribert Ringmann am 20. Februar 1940 in Breslau geboren. Die Mutter stirbt bei der Geburt. Der Vater wird als Gegner Hitlers von der Universität Breslau geworfen und kommt in einem Strafbataillon im Krieg um. Die Großmutter kümmert sich um ihn, aber auch sie stirbt – an Typhus. Eschenbach erkrankt ebenfalls, überlebt nur knapp. Der Schicksalsschläge lassen das Kind verstummen.

Die Adoption durch Wallydore Eschenbach, Cousine der Mutter, empfindet Eschenbach als Rettung. Die Sängerin und Pianistin fragt ihn, ob er Musik machen will – und nach einjährigem Schweigen soll er sein erstes Wort gesagt haben: „Ja.“ Musik habe ihm „einen tiefen Sinn und seelischen Frieden“ geschenkt.

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1951 beginnt Christoph Eschenbach sein Klavierstudium bei Eliza Hansen in Hamburg, es folgen die Ausbildung an der Musikhochschule Köln und ein Dirigierstudium bei Wilhelm Brückner-Rüggeberg in Hamburg. 1962 gewinnt er den ARD-Musikwettbewerb, zahlreiche weitere Preise folgen. Sein Repertoire reicht von Barock bis zu zeitgenössischen Werken. Seine Triebfeder ist die frühe Begegnung mit dem Tod – die Musik seine Ausdrucksform.

Von George Szell und Herbert von Karajan gefördert, wird Eschenbach Chefdirigent des Züricher Tonhalle-Orchesters. Er leitet das NDR Sinfonieorchester in Hamburg und das Orchestre de Paris, wirkt als musikalischer Direktor der Houston Symphony, künstlerischer Leiter des Schleswig-Holstein Musik Festivals und hat Gastaufträge in aller Welt.

Seit 2010 hat er die doppelte Leitung des John F. Kennedy Center for the Performing Arts sowie des National Symphony Orchestra in Washington – und damit einen der attraktivsten Doppelposten, die Amerika zu bieten hat. Die Weitergabe seiner Erfahrung liegt Eschenbach besonders am Herzen. Szell und von Karajan, sagt er, „haben mir den Weg für andere gezeigt“.

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