• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
+++ Eilmeldung +++
Aktualisiert vor 21 Minuten.

Polizeiermittlungen dauern an
Zwei Tote bei Verkehrsunfall in Ovelgönne – Straße gesperrt

NWZonline.de Nachrichten Kultur

Musiknetzwerk: Mehr Solidarität schafft „Soli für Soloselbstständige“

16.06.2020

Im Nordwesten Das Geld liegt selten auf der Straße. Wer weiß das so gut wie die Aktivisten von klangpol, dem Netzwerk für Neue Musik? Die sind stets auf der Suche nach griffigen Mitteln für ihren speziellen Kulturbetrieb. Leichter entdecken sie auf der Straße spezielle Ideen und Anregungen. Reinhart Hammerschmidt widerfuhr so etwas. Als aktiver Musiker und Netzwerker entwickelte er aus einem solchen Erlebnis ein aktuelles Programm: „Soli für Soloselbstständige“.

Der Bremer Hammerschmidt bildet zusammen mit dem Oldenburger Holger Schindel das neue Sprecherduo für das Musik-Netzwerk mit seinen 18 Partnern in der Metropolregion Oldenburg-Bremen. Die Umbesetzung war nach dem Rücktritt von Eckart Beinke im Frühjahr notwendig geworden. Der Oldenburger Komponist und Musiker, Leiter des renommierten oh-ton-Ensembles und ständiger Ideengeber, hatte nach vielen Mühen mit Geldgebern der öffentlichen Hand nach zwölf Jahren resigniert das Handtuch geworfen. „Er hat immer intensiv nachgefasst und war ein beharrlicher Forderer“, sagt Michael Hagemeister. Der in der Kulturorganisation erfahrene und versierte Kontrabassist im Staatsorchester besetzt die Koordinierungsstelle für den juristisch vom Oldenburgischen Staatstheater getragenen klangpol-Verbund.

Immerhin: Auf einmal ist wieder Bewegung in die zähen Berechnungen und Gegenrechnungen zum Finanzbedarf gekommen. Die Stadt Oldenburg hat stets unverändert 25 000 Euro jährlich beigesteuert – jetzt legt sie drei Jahre lang jeweils fünf Prozent drauf. Das Kulturressort des Bremer Senats stand meistens für 15 000 Euro gerade – jetzt hat es im noch formell zu beschließenden Etat 35 000 Euro eingesetzt. Das niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur hatte zuvor seinen Beitrag von 65 000 auf 80 000 Euro erhöht.

Doch genau bei dem Kon-strukt mit Hannover hatte der damals dem Kuratorium noch vorsitzende Beinke ein Foulspiel entdeckt: Ein Teil der Erhöhung war für die Erhöhung der zweckgebundenen Mittel zur Verwaltungsarbeit von den Künstlerhonoraren abgezwackt worden. „Das Management musste professionalisiert werden, klar“, räumt auch Hagemeister ein, „dafür aber bei den Honoraren zu kürzen, das geht nicht“.

Klangpol macht sich nun daran, sein Profil nachzuschärfen. Schindel fungiert als erster Sprecher, vor allem zuständig für den Oldenburger Bereich. Er steht als Leiter und Modulverantwortlicher des Bereichs „Musik, Szene, Theater“ an der Carl-von- Ossietzky-Universität voll im Geschehen. Hammerschmidt als zweiter Sprecher bringt die Bremer Stimme ein. Als Kontrabassist und Grafiker hat er den Bogen doppelt raus. Zum einen gehört er angesagten Ensembles wie „Klank“ oder „HCL“ an. Zum anderen werden seine Zeichnungen mit Preisen bedacht.

Nun also „Soli für Soloselbstständige“ bei klangpol. Soli kann für solistische Darbietungen ebenso stehen wie für Solidarität mit derzeit einnahmelosen Künstlerinnen und Künstlern. Hammerschmidt traf bei einer Radtour auf improvisierende Instrumentalisten, denen überall Spaziergänger zuhörten. „Das sind schöne und spontane Treffpunkte, die wollen wir auch schaffen“, folgerte er.

Wenn die Planung klappt, wollen sich freie Musiker im Juli an einem Wochenende in Bremen präsentieren, an einem anderen in Oldenburg. Es könnte dort im Bürgerpark, hier im Schlossgarten sein. Und auch der Optimismus, dass die vom 6. Juni verschobene „Lange Nacht der Musik“ im Bereich der Oldenburger Peterstraße am 25. September in derzeit-gemäßer Form nachgeholt werden könnte, lebt noch. Persönliche Präsenz übt immer noch die größte Zugkraft aus.


     www.klangpol.de 
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.