Wildeshausen - Das wird eine tierische Ausstellung im Wildeshauser Stadthaus, vermutlich im Oktober. Die 90 Bilder hat Christian Schwab-Schneider auf alle Fälle schon am Mittwochmorgen ins Stadthaus Wildeshausen gebracht. Sie zeigen allesamt Tiere, insbesondere Tauben. Der Franzose aus dem Elsass ist begeisterter Taubenzüchter. Da in seiner Heimatstadt Barr der Kleintierzüchterverein I 23 Düngstrup oft Jugendfreizeiten ausrichtete, lag es nahe, dass sich die Tierfreunde kennen lernten. Daraus ist eine freundschaftliche Bande entstanden, wie der Wildeshauser Gerd Harms berichtete.
In Düngstrup waren schon Bilder von Schwab-Schneider zu sehen, jetzt kommen sie auch ins Stadthaus, wie Bürgermeister Dr. Kian Shahidi erfreut berichtete. Er hat den Maler selber im Oktober 2011 in Düngstrup kennen und schätzen gelernt. Damals sagte er zu, auch einmal zu einer Tierschau nach Barr zu kommen. Im Januar 2013 setzte er diese Zusage in die Tat um und besuchte den Franzosen und dessen Frau Christiane. „Wir haben schön gefeiert und die Ausstellung genossen“, so Shahidi.
Der 59-jährige Schwab-Schneider, früher Maler und Restaurator, ist schon im zarten Alter von sechs Jahren vom Tauben-Virus infiziert worden, „vom Großvater“, wie er erzählt. Seitdem hat ihn dieses Hobby stets begleitet. Aktuell hat er rund 350 Tauben in fünf Volieren. Insgesamt sind es 17 Rassen, er ist ein preisgekrönter Züchter. Vor rund 20 Jahren begann er seine tierischen Lieblinge auch in Acryl festzuhalten, zumeist auf runden Scheiben, mitunter auch auf Granit.
Neben Tauben aller möglichen Rassen hat Schwab-Schneider auch andere Tierbilder parat, so Tiger, Katzen und Hühner. Aber seine Leidenschaft ist eindeutig: Als „Reinkarnation“ würde er gerne als Taube wieder auf die Welt kommen, sagte er am Mittwochmorgen. Gattin Christiane übrigens teilt die Begeisterung nicht ganz. Sie begrüßt die Malerei, aber die Tauben daheim seien ihr doch etwas viel, verriet sie.
