Harkebrügge - Für die 15 Mädchen und Jungen der Waldgruppe „De Landkieker“ der Kindertagesstätte „Die Arche“ in Elisabethfehn ist es täglich immer wieder ein spannendes Erlebnis, wenn es zu Fuß von der Waldhütte in den Harkebrügger Wald geht. Der Waldkindergarten in Harkebrügge ist eine Alternative zum „klassischen“ Kindergarten. Seit fast sechs Jahren gibt es die Einrichtung. Betreut werden dort Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren jeweils von 8 bis 12 Uhr von den Erzieherinnen Ruth Krause und Karin Schumacher.

Auch im Winter ist der Waldkindergarten geöffnet. Im angrenzenden Harkebrügger Wald begeben sich die Kinder auf die Suche nach Tierspuren. Die sind im Winter deutlich im Schnee zu erkennen, egal ob von Reh, Hase, Vogel, Kaninchen oder Eichhörnchen. „Die Kinder verfolgen die Spuren und nehmen dadurch wahr, wohin die Tiere laufen“, sagt Karin Schumacher. Als amüsant empfindet die Erzieherin, dass fast täglich zwei Rotkehlchen die Kinder auf ihrer Wanderung durch die Winterlandschaft begleiten. Die vierjährige Kemi Müller hat sogar Vogelfutter mitgebracht, um die kleinen Gesellen zu füttern.

„Die Kinder füllen Backformen mit kaltem Wasser auf, das mit Lebensmittelfarbe eingefärbt wird. Dann bleibt über Nacht alles stehen und am anderen Morgen sehen die Kinder, was der Frost gemacht hat“, sagt Ruth Krause. Nun hängen die verschiedenen Eisfiguren am Zaun.

Auch wird Schnee auf Sauberkeit untersucht. „Die kleinen Wissenschaftler füllen ein Glas mit Schnee und stellen es auf die Heizung. So erkennen sie dann nach der Schmelze, ob der Schnee Dreck enthalten hat“, sagen die Erzieherinnen.