IMMER/GANDERKESEE - Das Warten auf das neue Prinzenpaar hat sich gelohnt: Das Team um Dirk Wieting hatte in diesem Jahr ein sehr kurzweiliges Programm für den Faschingsauftakt am Mittwochabend im Gasthof Witte zusammengestellt. Kein Wunder also, dass die Stimmung schon nach wenigen Minuten überschwappte und auch die allerletzten Reihen des ausverkauften Saals erreichte.

Wenn auch der Auftakt eine Anleihe bei den Büttenabenden 2009 war, verfehlte er nicht seine Wirkung: Als Comedian Markus Weise das Lied vom Flieger anstimmte, hatte er das Publikum sofort auf seiner Seite. Spätestens beim Refrain „Heut ist so ein schöner Tag“ sang die ganze Faschingsgemeinde, darunter Landrat Frank Eger, Bürgermeisterin Alice Gerken-Klaas, Ratsvorsitzender Hans-H. Hubmann und Erster Gemeinderat Rainer Lange, begeistert mit.

Politik spielte am Mittwochabend dennoch keine Rolle. Lediglich Dirk Wieting konnte sich einen Hinweis auf das schlechte Abschneiden der SPD bei der jüngsten Bundestagswahl nicht verkneifen und bot sich als neuer Spitzenkandidat an – zusammen mit dem Slogan „Die mageren Zeiten sind vorbei“, wie der schwergewichtige Spaßmacher anmerkte.

Als Spaßmacher allererster Güte entpuppten sich „Tante Luise und Herr Kurt“, ein Akrobatik-Duo in unkonventioneller Kleidung, das durch Wortwitz wie durch unvermutete artistische Einlagen das Publikum zu fesseln wusste. Davon kann ganz besonders die Ehefrau des Ersten Gemeinderats, Elke Aschenbeck-Lange, berichten, die spontan mit in die Aufführung einbezogen wurde – und bei der Jonglage von zwei Frauen auf einem Mann eine gute Figur machte.

Die große weite Welt nach Immer brachte Jens Sörensen, der nicht nur mit seiner Stimme, sondern auch mit seiner Körpersprache Frank Sinatra quasi zu neuem Leben erweckte. Noch mehr Leben auf die Bühne brachten die Ex-Prinzessinnen, die mit ihrem Loblied auf den Fasching „absolute Frauen-Power“ demonstrierten, wie Wieting anmerkte.

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