Neuenfelde - Die wunderschöne eiserne Gartenpforte vor dem Haus und Grundstück in Neuenfelde 44 war jetzt zur Freude vieler Gartenfreunde weit geöffnet. Zum ersten Mal hatten Cord Heinemann und Fabian Ebelt an der Aktion „Offene Gärten Elsfleth“ teilgenommen.

Am ersten Tag war der Besuch zwar noch verhalten, aber tags drauf gaben sich die Gäste die Gartenpforte in die Hand – und wer sich einmal von der Vielfalt dieses Gartens hatte bezaubern lassen, der mochte gar nicht so schnell wieder gehen. Das war ganz im Sinne der beiden Gastgeber – vor oder nach dem Gartenrundgang wurden die Besucher mit Kaffee und Kuchen verwöhnt.

Cord Heinemann wohnt seit über 20 Jahren in dem historischen Neuenfelder Haus, das 1904 gebaut wurde. Stück für Stück hat der gebürtige Neuenfelder sein Heim renoviert. Bei allem Komfort dominieren liebevoll in Szene gesetzte Details die Räume. Auch der Garten wurde nach und nach einer Frischzellenkur unterworfen. Fabian Ebelt: „Wir haben alte Klinker gesammelt und den Hof damit neu gepflastert, einen kleinen Teich angelegt, den Blumengarten bepflanzt und einen Gemüsegarten in Mischkultur geschaffen“.

Dort steht Ende Juni alles prächtig: von den dicken Bohnen, über Erdbeeren, die mit Netzen vor Mitessern geschützt werden, Wurzeln, Kohl, Bohnen, Zucchini bis hin zu Tomaten, Salat und Kartoffeln – es fehlt nichts und alles ist fast bereit, geerntet zu werden. Die viele Arbeit teilen sich die beiden Bewohner, denn auch Hahn, Hühner und Enten, Gänse, Kaninchen und Zwergziegen wollen täglich versorgt sein.

Komplettiert wird die ländliche Idylle von drei Bienenkästen, die hier in Pension stehen. „Und dann haben wir noch Dexter-Mutterkühe“, grinsen die beiden Neuenfelder Hobbybauern und -gärtner, „aber die stehen auf einer etwas entfernten Weide.“

In Oldenburg gehen sowohl Cord Heinemann als auch Fabian Ebelt jeweils ihren Vollzeitjobs nach. Aber auch der berufliche Alltag hindert sie nicht daran, zusätzlich zum „Tierpark“ noch zwei Schwärme von Kanarienvögeln, Wellensittichen und einen Nymphensittich in ihren Volieren zu versorgen.