Navigation überspringen
nordwest-zeitung
Abo-Angebote ePaper Newsletter App Prospekte Jobs Immo Trauer Shop

Theater In nur sieben Wochen zum fertigen Stück

Hannover/Friesoythe - Mit „Workaholics“ (Arbeitstiere) hat sie zusammen mit ihrer Theatergruppe „TheARTer“ Anfang des Jahres bereits ihre erstes selbst geschriebenes Theaterstück auf die Bühne gebracht. Jetzt hat Tanja Witte aus Altenoythe ihr zweites Projekt zum Thema „Arbeiten“ in Angriff genommen.

Umfassend informiert

Die 22-Jährige studiert an der Leibniz-Universität in Hannover Darstellendes Spiel. Kurz vor dem Bachelorabschluss müssten die Studenten ein eigenständiges Projekt auf die Beine stellen, erklärt Tanja Witte den Hintergrund. Und ihres heißt „Arbeitssucht – Ich mach mich weg“. Zuvor hatte sie sich umfassend über das Thema informiert – unter anderem durch das Lesen von Theaterstücken, die ebenfalls Arbeitssucht thematisieren. Sogar Popsongs gebe es darüber, sagt Tanja Witte. Natürlich habe sie sich auch selber die Frage gestellt, ab wann Arbeit Sucht ist und wie so etwas passieren kann.

Das Ziel der 22-Jährigen war es, in sieben Wochen ein Stück einzustudieren und auf die Bühne zu bringen. Und diesen Zeitplan hat sie eingehalten.

Zunächst habe sie sich drei Kommilitonen an ihrer Uni gesucht, erzählt Tanja Witte. Diese sind Melanie Stölting aus Kiel, Lisa-Sophie Baudisch aus Thüringen und Saltanat Akdeniz aus Hannover. Die vier haben sich über das Studium kennengelernt. „Die Zusammenarbeit funktioniert gut. Wir haben alle einen sarkastischen Humor“, sagt Tanja Witte.

Die Szenen habe sie sich nicht alle komplett neu ausgedacht. Zum Teil würden sie aus anderen Stücken stammen, die sie dann für ihr eigenes umgeschrieben hat. Zudem hat die 22-Jährige das Recherchematerial, das sie für ihr Stück „Workaholics“ nicht benötigt hatte, jetzt mit eingebaut.

Zweimal wird „Arbeitssucht“ aufgeführt. Einmal an diesem Donnerstag, 10. Dezember, um 19.30 Uhr in der Silo Pinte Hannover, und am Freitag, 11. Dezember, um 19.30 Uhr im Franziskushaus Friesoythe. Die zweite Aufführung wird von der Gruppe „TheARTer“ präsentiert, die Tanja Witte bei der Aufführung unterstützt.

30 Minuten

Wie die Altenoytherin erzählt, arbeite sie bei „Arbeitssucht“ nicht mit klassischen Rollen und Handlungen. Jede Szene steht komplett für sich. „Es ist eine Theatercollage“, so Tanja Witte. Es gibt ernste, aber auch witzige Szenen. Zudem wird gesungen. So wird ein Gospelchor das Thema Selbsthilfegruppen und ihre „Zwölf-Schritte-Pläne“ parodieren.

Das Stück, das gut 30 Minuten dauert, soll zum Nachdenken anregen. So wird es am Ende eine Gesprächsrunde in Friesoythe geben. Es kostet keinen Eintritt. Allerdings würde sich die Gruppe über freiwillige Spenden für ein soziales Projekt von Friedhelm Bruns freuen. Bruns und Witte standen beide schon mit der Friesoyther Theatergruppe „Eigen:Regie“ auf der Bühne.

Friedhelm Bruns studiert am Campus Lingen Theaterpädagogik. Er wollte 2016 ein Praktikum in Südafrika am Theater machen. Doch das „Klein Libertas Theatre“ ist abgebrannt. Die Spenden sollen für den Aufbau des Theaters eingesetzt werden.

Tanja Mikulski
Tanja Mikulski Redaktion Münsterland
Themen
Artikelempfehlungen der Redaktion
Stellten die Ausweitung des Konzeptes „Wilhelmshaven sicher“ auf den Busverkehr der Stadtwerke-Verkehrsgesellschaft vor: (v.li.) Frank Rademacher (Geschäftsführer Stadtwerke-Verkehrsgesellschaft Wilhelmshaven), Polizeidirektor Heiko von Deetzen, Projektleiter und Polizeihauptkomissar Tim Bachem und Oberbürgermeister Carsten Feist.

POLIZEIPRÄSENZ IM BUSVERKEHR Hausrecht der Polizei stärkt ab sofort Sicherheit in Bussen

Lutz Rector
Wilhelmshaven
Kommentar
Klimaaktivisten der Gruppe „Fridays for Future“ in Saarbrücken werfen Bundeskanzler Scholz vor, bei seinem Besuch in der vom Hochwasser betroffenen Region und in seiner Ansprache „die Klimakrise fahrlässig ausgeblendet“ zu haben.

UMWELTPOLITIK Durch mehr Klimaschutz gibt’s nichts zu verlieren

Jana Wolf Büro Berlin
Eine junge Lehrerin schreibt Mathematikaufgaben an eine Schultafel. Niedersachsen will 390 Schulen im Land nach Sozialindex stärker fördern.

NEUES PROGRAMM FÜR 390 SCHULEN Wie Niedersachsen mehr Bildungsgerechtigkeit herstellen will

Stefan Idel Büro Hannover
Hannover
Lara und Philipp Schumacher wollen gemeinsam mit ihren drei Kindern ein neues Leben auf Mallorca beginnen. Dafür bereiten sie seit Jahren alles vor – und der letzte, mehrmonatige Aufenthalt vor der Auswanderung begann mit einem herben Rückschlag.

BETROGEN UND ENTTÄUSCHT Emder Familie kämpft nach Betrug auf Mallorca um ihren Traum

Aike Sebastian Ruhr
Emden
Mit Video
Nach der Sprengung inspizierten Midgard-Beschäftigte die Überreste der Verladebrücke.

KRANSPRENGUNG IN NORDENHAM Koloss aus Stahl fällt in 15 Sekunden zusammen

Norbert Hartfil
Nordenham