Elisabethfehn/Pula - Es sollte nicht irgendeine Jugendfreizeit sein. Jeder sollte mit ganz besonderen Einblicken in die Landschaft eintauchen. Denn genau das war das Motto der diesjährigen Jugendfreizeit der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Elisabethfehn: eintauchen. „Wir sind eingetaucht in das klare Wasser der Adria, konnten schwimmen, schnorcheln und von den Klippen springen“, sagt Pastor Thomas Perzul, der zusammen mit 21 Jugendlichen und sechs Betreuern für zwei Wochen nach Pula an die Adriaküste nach Kroatien gefahren ist.
Pula, mit rund 57 000 Einwohnern die größte Stadt der kroatischen Halbinsel Istrien, hat die Gäste aus Deutschland mit seiner eindrucksvollen Lage vom ersten Tag an begeistert. Da lag nicht zuletzt auch am perfekten Wetter. „Eine schillernde Tropfsteinhöhle, sehenswerte historische Städte und viele Freizeitangebote standen auf dem Programm“, berichtet Perzul.
Neben zahlreichen Badeausflügen, unter anderem ins warme Wasser des Adriatischen Meeres, waren die Teilnehmer begeistern vom Naturschutzgebiet Kap Kamenjak. Die südlichste Spitze der Halbinsel Istrien ist vor allem durch ihre schroffen Felsen und Höhlen sowie den großen Pflanzenreichtum berühmt. „Das Naturschutzgebiet hat die Jugendlichen am meisten beeindruckt. Hier sind wir in eine Grotte getaucht und haben Kunststückchen beim Klippenspringen geübt“, berichtet Perzul, der die Fahrt von Anfang bis Ende begleitet hat.
Jedes Jahr richtet die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Elisabethfehn eine solche Jugendfahrt aus. Abwechselnd geht es in die Länder Schweden, Frankreich und Kroatien, die mit ihren ganz eigenen Landschaften und Attraktionen immer wieder die Jugendlichen der Kirchengemeinde faszinieren.
Genauso fasziniert waren die Jungs und Mädels auch in diesem Jahr. „Eine Bootsfahrt nach Rovinj und in den Limfjord bot tolle Ausblicke“, fügt Perzul hinzu. Traditionell schlugen die Jugendlichen wieder ein Zeltlager in der Nähe von Pula auf. Auch dort verbrachten die Teilnehmer viel Zeit. „Auf dem Campingplatz bei Pula gab es dann immer wieder freie Zeit, die meistens am Meer genutzt wurde“, berichtet Perzul.
Während der Aktionen lernten die Teilnehmer nicht nur die besonderen Orte in Kroatien kennen, sondern auch die Kultur an der Adriaküste. Gerade in der zweisprachigen Hafenstadt Rovinj lernten die Teilnehmer die Vermischung der Geschichte kennen – Rovinj hat italienische und kroatischen Einflüsse und so sind auch rund 50 Prozent der Einwohner italienischsprachig.
Doch für den Pastor steht bei solchen Reisen eigentlich nur eine Sache im Vordergrund – die Gemeinschaft: „Bei den Zeltabenden sind wir in gute Gespräche und Aktionen eingetaucht. Wir haben eine tolle Gemeinschaft erlebt“, so Perzul.
Und genau mit diesen einmaligen und vor allen Dingen sonnigen Eindrücken kehrten die Abenteurer ins verregnete Deutschland zurück.
