Frankfurt/Main - Die eifrigsten Buchkäufer Deutschlands leben weiterhin im Rhein-Main-Gebiet. Allerdings haben die drei Spitzenorte 2015 ihre Plätze getauscht, wie der Börsenverein des Deutschen Buchhandels in Frankfurt am Main mitteilte. Die Einwohner von Ingelheim am Rhein (Rheinland-Pfalz) sind vom dritten auf den ersten Platz gerückt. Dort gab jeder Bürger nach einer Kaufkraftstudie des Marktforschungsunternehmens Nexiga durchschnittlich 163 Euro im Jahr für Bücher aus.

Der frühere Spitzenreiter, Bad Soden am Taunus, folgte mit 160 Euro im Jahr pro Bürger. Auf dem dritten Platz landete Bad Homburg vor der Höhe (155 Euro). Am wenigsten für Bücher gaben wieder die Einwohner von Eisleben und Zeitz in Sachsen-Anhalt aus (82 Euro).

Deutschlandweit zeigt sich bei den Buchkäufen ein Gefälle ähnlich der Verteilung der Kaufkraft insgesamt. Am meisten Geld wurde in den Ballungsräumen für Bücher ausgegeben – Frankfurt, München, Hamburg, Stuttgart und Düsseldorf. Die Bürger in den östlichen Bundesländern gaben weniger Geld für Bücher aus, hier ragte nur der Speckgürtel um Berlin über den Bundesdurchschnitt hinaus.

An der größeren Liebe von Frauen zu Büchern hat sich nichts geändert: 66 Prozent von ihnen haben nach einer Allensbacher Marktanalyse 2015 Bücher gekauft. Bei den Männern waren es 52 Prozent. Noch deutlicher zeigt sich der Unterschied bei der Buchnutzung: 43 Prozent der Frauen gaben an, täglich oder mehrmals in der Woche zu einem Buch zu greifen, bei den Männern waren es nur 26 Prozent.