Altenoythe - Gerhard Wiesner ist neuer König im Schützenreich Altenoythe. Nach Beendigung des Königsschießens sammelte der neue König seine „Kohorten“ In den Kämpen und präsentierte sich später mit seiner Königin Helga und dem Throngefolge den Schützen in der Schießhalle.

„Das höchste Amt in unserem Schützenreich ist sehr begehrt“, berichtete Vereins-Vorsitzender Hans Schnarhelt. In diesem Jahr warfen 19 Bewerber ihren Hut in den Ring. Unter ihnen war Gerhard Wiesner, der sich seit mehreren Monaten auf den Übungsschießen an den Donnerstagabenden stets mit über 50 Übungsschüssen vorbereitet hatte. Als Gerhard Wiesner nach zwei Schüssen auf die 50 Meter entfernte Königsscheibe das Kleinkalibergewehr zurückgab, standen 18 Ringe für ihn zu Buche. Doch damit war er noch nicht König. Mit ebenfalls 18 Ringen forderten vier weitere Mitbewerber ein Stechen um die Königswürde. Im Stechen zeigte Gerhard Wiesner der Konkurrenz, dass intensives Training zum Erfolg führt und dass er ausgesprochen nervenstark ist. Mit 19 Ringen sicherte er sich dann endgültig den Königstitel.

„Seine hervorragende Leistung auf dem Schießstand hat ihm zu Recht die begehrte ,Krone’ eingebracht“, betonte Schnarhelt und wies darauf hin, dass drei weitere Kandidaten mit erneut 18 Ringen in einem weiteren Stechen um den Vizekönigstitel sowie um zwei weitere Orden gefordert waren. Dabei konnte sich Thomas Cloppenburg durchsetzen. Hierfür wurde er mit der grüngoldenen Schnur ausgezeichnet. Die Orden für hervorragende Leistungen beim Königsschießen gingen an Heinz Block und Herbert Rolfes.

Unter dem Jubel der Schützen inthronisierte der Vorsitzende den neuen König als Gerhard X. Als Königin hatte sich der Monarch Ehefrau Helga erwählt. Dem neuen Königspaar stehen Wilhelm Lübbers und Werner Meyer als Adjutanten zur Seite. Zudem gehört die Nachbarschaft zum Throngefolge und unterstützt das Königspaar bei allen Amtsgeschäften.

Das Schützenfest wird vom 24. bis 26. Juni gefeiert. „Meine Frau Helga und ich sind glücklich in Altenoythe euer Königspaar sein zu dürfen“, sagte der neue König. Sein Dank galt insbesondere seiner Frau und der Nachbarschaft. Zudem lud er zum Thronbesuch.

Gleichzeitig zum Königsschießen wurde auf dem Luftgewehrstand das Kaiserschießen der ehemaligen Könige mit 17 Bewerbern durchgeführt. Den Kaisertitel sicherte sich der letztjährige König Andreas Steenken mit 30 Ringen, der zudem amtierender Gemeinde- und Kreiskönig ist.