An diesem Sonnabend gastiert das Niedersachsen Sound Orchester (NSO) in der neuen Sporthalle Bösel. NSO-Geschäftsführer Willibald Lübben äußert sich dazu im Interview.
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Von Heinz-Josef Laing
Frage:
Das Niedersachsen Sound Orchester aus Bösel ist seit vielen Jahren über die Grenzen des Landkreises Cloppenburg hinaus sehr erfolgreich. Wo sehen Sie die Gründe?
Lübben:
Das hat etwas mit der Qualität unserer Musik zu tun. Wir machen einfach gute Musik. Doch bis dahin ist es immer ein weiter Weg. Es wird viel geübt. Und am Ende folgt die Belohnung: Wer gute Musik abliefert, bekommt auch interessante Auftritte angeboten wie beispielsweise das jährliche internationale Skippertreffen in Leer oder den Unternehmertag des Verbundes Oldenburger Münsterland. Da sind wir in jedem Jahr dabei. Außerdem sind unsere Galaabende in Friesoythe und Barßel sehr beliebt.
Frage:
Wie ist es zu erklären, dass neben der Big Band mit dem Orchester eine zweite Gruppe aus Bösel auch international so erfolgreich ist?
Lübben:
Das hat natürlich mit der geschichtlichen Entwicklung des Musikvereins in Bösel zu tun. Aus diesem Verein heraus haben sich die beiden Gruppen ja entwickelt. Hinzu kommt, dass es einen starken Zusammenhalt der Musiker untereinander gibt. Das große Verständnis für die musikalischen Interessen der jungen Leute kommt ebenfalls hinzu. Außerdem macht es den Mitwirkenden bei uns sehr viel Spaß.
Frage:
Konzertreisen, Instrumente und Ausbildung kosten viel Geld. Wie finanziert sich das Orchester?
Lübben:
Größtenteils durch die Gagen, die wir für unsere Auftritte erhalten.
Frage:
Sind die Musiker nicht an den Kosten beteiligt?
Lübben:
Doch, die Musikschüler bzw. deren Eltern bezahlen in der Regel die musikalische Grundausbildung. Das läuft in enger Zusammenarbeit mit der Cloppenburger Kreismusikschule. Die Anschaffung der Instrumente läuft in vielen Fällen über das Orchester. Man muss sich ja nur einmal die Dimensionen vor Augen führen. So eine Tuba kostet in der Anschaffung leicht sieben- bis achttausend Euro.
Frage:
Bei so hohen Investitionen haben Sie sicherlich Interesse daran, dass die Musiker auf lange Sicht mitmachen. Bleiben sie dem Orchester treu?
Lübben:
Die meisten Musiker bleiben viele Jahre im Niedersachsen Sound Orchester und sind sehr aktiv. Es gibt sicherlich immer wieder Gründe wie Beruf oder Studium, die das regelmäßige Dabeisein erschweren. Gelegentlich kommt es auch vor, dass das Fußballspielen vorgezogen wird. Das kennen wir seit vielen Jahren, das ist völlig normal.
Frage:
Jahrlang fand das Frühlingskonzert im großen Festzelt statt. Jetzt präsentiert sich das Orchester in der neuen Sporthalle. Sind Sie zufrieden damit?
Lübben:
Aber ja, denn schließlich ist die neue Sporthalle genau das, was wir uns immer für Bösel gewünscht haben. Wir sind jetzt nicht mehr auf ein Zelt angewiesen und freuen uns auf das Konzert.
Frage:
Wie ist es um die Akustik in der Sporthalle bestellt?
Lübben:
Es gibt keine Probleme mit dem Orchester-Sound. Wir haben das getestet und die Halle mit Teppichboden ausgelegt.
Frage:
Was gibt es Neues im Programm?
Lübben:
Wir bieten unserem Publikum wieder die gewohnte Mischung verschiedener Musikstile. Neu ist in diesem Jahr ein Querschnitt durch die Musik von Udo Jürgens. Hinzu kommen Stücke aus dem Musical Phantom der Oper, ein Marsch-Potpourri oder auch Stücke aus dem Repertoire von Abba. Natürlich ist auch die Sängerin Ana Marie Topacio wieder dabei.
Frage:
Das hört sich nach einem langen Abend an?
Lübben:
So ist es. Das Konzert wird an diesem Sonnabend etwa zweieinhalb Stunden dauern, einschließlich kleiner Pause. Übrigens: Moderator in Bösel ist erstmals Nils Anhuth aus Barßel.