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INTERVIEW In Rastede bewegende Momente der Wende erlebt

Gunther Emmerlich hat gute Erinnerungen an Rastede. Hier hat er sich sogar schon einmal die Haare schneiden lassen.

Von Wolfgang Müller

rage:

Herr Emmerlich, Sie kennen Rastede mitttlerweile seit 20 Jahren. Was gefällt Ihnen an diesem Ort so gut?

Gunther Emmerlich:

In Rastede bin ich immer wieder gerne – im „Hof von Oldenburg“ waren wir gut untergebracht, in den Gaststätten gibt es wunderbares Essen, und hier habe ich meinen ersten Ammerländer Löffeltrunk genossen.

Frage:

Als Hans-Dietrich Genscher am 30. September 1989 den Menschen in der Prager Botschaft die Freiheit angekündigte und damit der Mauerfall eingeläutet wurde, waren Sie in Rastede. Was haben Sie damals empfunden

?

Gunther Emmerlich:

Da habe ich Rotz und Wasser geheult. Noch heute, wenn ich die Szene im Fernsehen sehe, wenn der Befreiungsschrei der Menschen erklingt, stehen mir die Tränen in den Augen. Als ich später eine Sendung in Prag gemacht habe, mit Hans-Dietrich Genscher, haben mir bei einer Szene an der Botschaft die Knie geschlottert.

Frage:

Haben Sie persönliche Kontakte zu den Menschen dieser Region?

Gunther Emmerlich:

Natürlich zu Ralf Seßelberg, meinem Agenten in Rastede – aber auch zu dem jungen Friseur Sven Hillen, der mir die Haare geschnitten hat, wo übrigens jeder geduzt wird – ich auch.

Frage:

Könnten Sie sich einen Urlaub im Ammerland oder am nahen Jadebusen vorstellen?

Gunther Emmerlich:

Durchaus – wir fahren ohnehin immer an die Küste, warum nicht auch einmal hierher?

Frage:

Was geben Sie dem Publikum, was erwarten Sie von ihm?

Gunther Emmerlich: Bei dem Konzert werde ich moderieren, Banjo spielen und singen. Im Repertoire haben wir einige Überraschungen, neue Arrangements, die wir noch nie in Rastede gespielt haben, aber auch die Standards, die das Publikum offenbar immer wieder hören will. Vor und nach der Wende waren wir schon mehrfach in Rastede – und haben eine fast schon südländische Atmosphäre vorgefunden – das Publikum kann mit unserer Musik offensichtlich etwas anfangen – mit diesen Erwartungen kommen wir auch jetzt wieder hierher.

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