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INTERVIEW Neuer Treff für pfiffige junge Köpfe

Förderung besonderer Begabungen ist wichtig für Kinder. Eltern können die Anzeichen schon früh erkennen.

Von Ulrike Gerards

Frage:

Wie sieht Ihr Angebot zur Begabtenförderung aus?

Terbrack:

Im September beginnt der Kindertreff Pfiffikuss. Für Kinder zwischen vier und sieben Jahre gibt es fünf Angebote für Begabungen wie Naturwissenschaft, Lesekompetenz oder Kreativität. Die Treffen finden einmal in der Woche statt. Außerdem biete ich Elterngespräche und Einzelfallanalysen an.

Frage:

Muss ein Kind hochbegabt sein, um mitzumachen?

Terbrack:

Das ist keine Voraussetzung. Jedes Kind hat eine Begabung, die man fördern kann.

Frage:

Wie erkennt man Hochbegabung?

Terbrack:

Einige Anzeichen sind ein großes Detailwissen oder wenn ein Kind schon vor dem Schulalter lesen und rechnen kann und beginnt viele Fragen zu stellen. Dann liegt die Vermutung einer Hochbegabung nahe. Wenn Eltern sicher sein möchten, kann man einen Intelligenztest machen. Hochbegabung beginnt ab einem Intelligenzquotienten von 130.

Frage:

Warum ist es wichtig, hochbegabte Kinder zu fördern?

Terbrack:

Unterforderung kann zu Entwicklungsstörungen führen. Das Kind muss seine Fähigkeiten entfalten können. Es muss gefördert und gefordert werden. Außerdem muss es lernen zu lernen. Sonst kann es zu Hyperaktivität, Aufmerksamkeitsschwächen, Kopfschmerzen oder Widerwillen gegen den Kindergarten kommen.

Frage:

Warum setzen Sie ab einem Alter von vier Jahren mit der Förderung an?

Terbrack:

Bis zum fünften/sechsten Lebensjahr ist das aufnahmefähigste Alter. Bei einem Dreijährigen kann man aber noch nicht von einer Unterforderung ausgehen. Im Kindergarten gibt es viel Neues, das erst einmal aufgenommen werden muss. Außerdem gibt es dort ja auch altersgemischte Gruppen.

Frage:

Bundeskanzlerin Angela Merkel ist zurzeit auf Bildungsreise durch Deutschland. Was würden Sie ihr mit auf den Weg geben wollen?

Terbrack:

Ich würde ihr sagen, dass mehr Geld in die vorschulische Bildung gesteckt werden muss. Der Elementarbereich ist die wichtigste Stufe der Förderung, auf der dann weiter aufgebaut werden kann. So eine spielerische Vermittlung ist danach nicht mehr möglich. Wichtig ist auch, mehr Mittel zur die Förderung von besonderen Begabungen und Hochbegabungen bereit zu stellen. Es geht nicht um eine Elite-Förderung, sondern um Bildung in Deutschland.

Mehr Infos unter www.terbrack-begabungen-ebf.de

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