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Britta Himmerlich (39), Lehrerin für Deutsch und Kunst, leitet das Projekt. Spenden sind willkommen.
Von Jan Lehmann
Frage:
Frau Himmerlich, mit der neuen Mediothek fassen Sie zwei Bibliotheken für Schülerinnen und Schüler verschiedener Altersgruppen zusammen. Welche Idee steckt dahinter?
Himmerlich:
Die Idee ist nicht jetzt erst entstanden, aber es war bislang kein Geld da. Wir wollen die Bibliothek der ehemaligen Orientierungsstufe und die der Sekundarstufe zusammenfassen, aber auch deutlich erweitern. Wir haben Kontakt zur Beratungsstelle für öffentliche Bibliotheken und zur Einkaufszentrale für Bibliotheken aufgenommen und außerdem verschiedene Förderanträge gestellt. Was wir bieten wollen, ist eine moderne Mediothek, auch Freestyle-Mediothek genannt.
Frage:
Was versteht man darunter?
Himmerlich:
Wir werden Bücher, Zeitschriften, Musik, Hörbücher, Comics, Spiele-CD-Roms und Playstation vorhalten. Unser Ziel ist es, hier mehr Kinder ’reinzukriegen. Dafür muss man erstmal deren Hemmschwelle senken, eine Bücherei zu betreten.
Frage:
Wird deshalb auch das Niveau abgesenkt?
Himmerlich:
Das kann man so noch nicht sagen. Es wird sich herausstellen, wie dominant die Spiele sind. Auffällig ist aber, wie viele Schüler sich für das Projekt interessieren. Insgesamt machen 17 Schüler aus zwei Arbeitsgemeinschaften mit. Und das finde ich erstmal positiv. Die Schülerinnen und Schüler wollen die Mediothek auch später betreuen. Der Raum soll ein Treffpunkt werden. Deshalb beteiligen wir die Schüler auch an der Raumgestaltung und der Farbauswahl. Den Sitzpodest baut die Werk-AG für uns. Wir können uns auch vorstellen, später Leinwand und Beamer bereit zu stellen, damit man hier auch gemeinsam Filme sehen kann Der Raum bietet also viele Möglichkeiten . . .
Frage:
Sie stellen ja auch zwei Internet-Arbeitsplätze zur Verfügung. Nicht alles, was es im Internet zu sehen und zu erleben gibt, ist für Jugendliche unproblematisch. Wie schützen Sie ihre Schüler vor unerwünschten Inhalten?
Himmerlich:
Das ist eine Frage der Aufsicht. Natürlich soll hier niemand unbeaufsichtigt im Internet surfen. Zusätzlich kann man aber auch Filter setzen, die einen gewissen technischen Schutz bieten.
Frage:
Wie sieht denn der Zeitplan aus; ab wann soll die Mediothek den Schülern zur Verfügung stehen?
Himmerlich:
Das kommt darauf an, wie es mit den Fördergeldern läuft. Wer noch etwas spenden will, kann sich übrigens unter der Nummer 04404/92120 beim Schulzentrum melden. Wir gehen aber davon aus, dass die Mediothek frühestens nach den Osterferien geöffnet wird.