Gemeinsam mit Manuela Graupner bietet die ausgebildete Diakonin eine Schreibwerkstatt für Kinder an. Dort dreht sich dann alles um Texte & Co.
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Von Hauke Fooken
Frage:
Dass Tischler in einer Werkstatt arbeiten, ist bekannt. Was aber machen Kinder in einer Schreibwerkstatt?
Bohlken:
Natürlich eine ganze Menge! Wir werden selbst Gedichte schreiben, werden uns Passagen aus unseren Lieblingsbüchern vorlesen und dabei zwischen den Zeilen lesen. Sprich: Wir greifen einzelne Sätze heraus, zerlegen sie und setzen sie neu zusammen. Außerdem modellieren wir Bücher um . . .
Frage:
. . . Sie machen was?
Bohlken:
Wir arbeiten mit und an Büchern. Schlechte Bücher kleben wir zu, dass wir sie nicht mehr lesen müssen. Möglich, dass wir sie auch durchlöchern. Passagen, die uns gut gefallen, malen wir bunt an oder wir weben einen roten Faden ins Buch. Kurz: Wir gehen richtig heftig ran und gestalten aus Büchern richtig kleine Kunstwerke.
Frage:
Was passiert mit den Werkstücken?
Bohlken:
Wir werden sie – wie die Teilnehmer der Frauen-Schreibwerkstatt mit der Dichterin Marianne Pumb – ab 19.30 Uhr in der Pastorei vorstellen.
Frage:
Von Beruf sind Sie Diakonin. Wie sind Sie auf die Schreibwerkstatt gekommen?
Bohlken:
Ich experimentiere eben gern. Und als ich von den Berner Bücherwochen erfuhr, habe ich die als Chance für ein Projekt wie die Schreibwerkstatt gesehen.
Frage:
Die wichtigste Frage zum Schluss: Ist noch Platz in der Werkstatt?
Bohlken:
Ja, wir können noch Verstärkung gebrauchen. Wir wissen aber auch, dass das meist sehr spontan entschieden wird.