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NWZonline.de Nachrichten Kultur

Ist Schippers „Victoria“ zu englisch für den Oscar?

27.08.2015

München Zu englisch für den Oscar? Eine Oscar-Bewerbung des deutschen Erfolgsfilms „Victoria“ könnte an den Bestimmungen der US-amerikanischen Academy scheitern. Im Film wird zu 49 Prozent Englisch gesprochen, in der Kategorie „Bester nicht-englischsprachiger Film“ sind aber nur 41 Prozent erlaubt, sagte eine Sprecherin von German Films am Mittwoch in München und bestätigte einen Bericht der „Welt“ (Donnerstag).

Die Auslandsvertretung des deutschen Films hat nun nach Angaben der Sprecherin einen Antrag auf eine Ausnahmegenehmigung in Hollywood gestellt, über den allerdings noch nicht entschieden wurde.

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Die Bewerbung des Films von Regisseur Sebastian Schipper um Einsendung in das Rennen um den Auslands-Oscar habe German Films darum von Anfang an nur unter Vorbehalt angenommen, sagte die Sprecherin. „Einreichung unter Vorbehalt zugelassen. Bis zur endgültigen Entscheidung durch die Academy of Motion Picture Arts and Sciences hinsichtlich des englischen Sprachanteils im Film“, hieß es bereits in einer Mitteilung Mitte August.

Schippers Kino-Experiment „Victoria“ - ein 140 Minuten langer, ohne einen einzigen Schnitt gedrehter Echtzeit-Thriller - hatte beim Deutschen Filmpreis sechs Lolas abgeräumt.

An diesem Donnerstag will German Films in München bekanntgeben, welcher Film für Deutschland ins Rennen um den Auslands-Oscar gehen soll. Am Mittwochabend tagte die Jury, die sich dabei auch mit der Frage befassen musste, ob sie „Victoria“ trotz der zu erwartenden Schwierigkeiten einreichen will oder nicht.

Zur Auswahl stehen insgesamt acht Filme. Neben „Victoria“ sind das der Film „Elser - Er hätte die Welt verändert“ von Oliver Hirschbiegel über den verhinderten Hitler-Attentäter, „Freistatt“ von Marc Brummund, Til Schweigers Alzheimer-Film „Honig im Kopf“, das Drama „Labyrinth des Schweigens“ über die Frankfurter Auschwitz-Prozesse, „Jack“ von Edward Berger, „Schmidts Katze“ von Marc Schlegel und „Wir sind jung. Wir sind stark“ von Burhan Qurban.

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