JADE - Die Initiatoren des Rockkonzerts gegen die A 22 beim Gasthof Jabben in Südbollenhagen haben am Donnerstag den Überschuss in Höhe von 1100 Euro an Uwe Schmidt, Sprecher Ost des Koordinationskreises der Initiativen gegen die geplante Küstenautobahn, übergeben.

Hans-Joachim Janßen vom Organisationskreis zeigte sich erfreut über die hohe Summe, die nach Abzug von Ausgaben für Bühne, Konzertanlage und Druck von Plakaten und Faltblättern, dem Koordinationskreis übergeben werden konnte. Die Musiker sind alle ohne Gage aufgetreten. Insgesamt wurden 486 zahlende Besucher registriert sowie weitere Gäste, die jedoch unter 16 Jahre alt waren und daher keinen Eintritt bezahlen mussten. Damit korrigierte Janßen die Besucherzahl, die direkt nach dem Konzert vom Koordinationskreis mit 400 angegeben worden war (die NWZ berichtete).

Die Stimmung sei gut gewesen, so Janßen, die Besucher hätten sich begeistert über die Veranstaltung und das Musikprogramm geäußert. Deshalb werde über eine Neuauflage im nächsten Jahr nachgedacht, sagte Janßen.

Uwe Schmidt wiederum freute sich über diese bisher größte Einzelspende. Auch Schmidt zeigte sich angetan von der Musikveranstaltung am Sonnabend (5. Juli) in Südbollenhagen. Im nächsten Jahr solle auf der anderen Weserseite ebenfalls ein Konzert stattfinden, kündigte er an.

Weiter teilte er mit, dass der von Initiativen gegen die A 22 sowie von Umweltverbänden gegründete Schutz- und Klagefonds „früher als erwartet das erste Etappenziel für eine Klage gegen die geplante A 22 erreicht hat“. Die Finanzierung einer ersten (Gerichts-)Instanz, so Schmidt, sei „durch die große Zahl der Beitritte abgesichert“.

Diese erfreuliche Entwicklung sei kein Grund zum Stillstand. Es würden weitere (Fonds-)Einlagen zur Finanzierung einer zweiten Klageinstanz und von Gegengutachten benötigt, schreiben die beiden Sprecher der Fondsgemeinschaft, Georg Pape und Hans-Otto Meyer-Ott, in einer Pressemitteilung. Denn fundierte Gegengutachten seien das A und O einer erfolgversprechenden Klage, so Meyer-Ott.

Der 14-köpfige Lenkungsausschuss, der die Geschäfte des Klagefonds steuert, hat die Arbeit aufgenommen. Im Herbst soll die erste Gesellschafterversammlung stattfinden. Bis dahin werden die Initiativen gegen die A 22 weiter für den Schutz- und Klagefonds werben, so Schmidt.