Jade - Ein Hauch von Ur-Australien weht durch die Ausstellungshalle der Galerie Schönhof in Jade. Marco Paschkowski aus Cuxhaven stimmte am Didgeridoo auf die australischen Ureinwohner, die Aborigines, ein. Diese Kunst hat den Künstler Roland Bonnet fasziniert. Die Laudatio hielt Gesine Lohse von der Kunsthalle Nordenham. Die Aborigines sind Australiens Ureinwohner und leben schätzungsweise seit etwa 50 000 Jahren auf dem roten Kontinent. Die Nordenhamerin: „Das Ansehen in dieser Kultur erwirbt man sich durch Wissen und nicht durch materiellen Besitz.“
Die Kunst sei ein Ausdruck des Wissens, ein Nachweis in vielfältigen Darstellungen. Roland Bonnet sagte: „Am Anfang habe ich viel kopiert und dann meine eigene Technik entwickelt.“ Der Künstler wurde in Schöttmar, jetzt Bad Salzuflen, geboren. Sein Interesse wurde geweckt durch einen Didgeridoobauer. „Das Instrument hat mich so begeistert, dass ich mich über die genaue Bauweise informierte“, so der Künstler. Um eine schöne Gestattung der Didgeridoos zu erzielen, wurde dann auch eine typisch australische Bemalung aufgebracht.
Roland Bonnet: „Das Interesse für die Malerei habe ich durch eine gute Bekannte entdeckt, die ein Buch über australische Kunst besaß und mich fragte, ob ich mir diese Malerei auch auf Leinwand zutrauen würde.“ Sein erstes Sandbild legte er bei seiner ersten Ausstellung 2008 in Blexen auf dem Boden aus. Der nun 62-jährige Künstler hat hier in der nördlichen Wesermarsch seine Heimat gefunden. Der Blexer: „Später kam mir die Idee, Sandbilder zu fixieren. Nach ungefähr zwei Jahren habe ich dieses Verfahren perfektioniert.“ Die Sandbilder wurden auf Holzrahmen fixiert. Hinter seinen Arbeiten stehen Geschichten, die das Bild erläutern. Rund 35 seiner Werke, unter anderem mit Hilfe vieler verschiedenfarbiger Quarzsände angefertigt, kann man in der Galerie anschauen. Die Technik bleibt ein kleines Geheimnis. Soviel verrät Roland Bonnet: „Ein Klebstoff, der eine Spezialmischung von drei Komponenten beinhaltet.“
Die Bonnet-Ausstellung, der Künstler stellte bereits 2012 bei Schönhof aus, wird noch bis zum 5. Januar in der Galerie Schönhof zu betrachten sein. Öffnungszeiten sind dienstags bis freitags 15 bis 18 Uhr, samstags 11 bis 18 Uhr, sonntags und feiertags 11 bis 18 Uhr; montags geschlossen.
