JADERBERG - „Es ist toll, neue Bücher zu entdecken“, erklärt Fiona Knecht (12), warum sie sich so gern in der Mediothek des Jade-Gymnasiums aufhält. Und Jana-Malou Hoppe (13) ergänzt: „Man ist immer auf dem Laufenden.“ Im Sommer 2007 wurde die Mediothek im Jade-Gymnasium eröffnet, das Interesse an dieser Schulbibliothek ist seitdem kontinuierlich größer geworden: zurzeit gibt es rund 55 Ausleihen täglich.

Das liegt nicht zuletzt an Karina Haferkamp (52), die mit großem Sachverstand die Schüler berät, neue Medien anschafft und mit besonderen Aktionen für die Mediothek wirbt. „Am Anfang ist der Spaßfaktor bei den Schülern ganz groß, später wird sie hauptsächlich fachlich genutzt“, weiß die Bibliothekarin, die abwechselnd mit Thalke Büsing die Mediothek betreut. Unterstützt werden sie dabei von 15 Schülern als Mediothekshelfer.

5620 Medien sind zurzeit im Bestand, dazu gehören neben aktueller Literatur und Sachbüchern noch Hörbücher, Comics, Romane in anderen Sprachen und DVDs. Außerdem sind acht Zeitschriften abonniert. Sieben Computer stehen für die Internetrecherche zur Verfügung. Insgesamt 30 Sitzplätze bietet die rund 130 Quadratmeter große Mediothek.

In den Pausen und nach dem Unterricht herrscht häufig Gedränge, weil Bücher und andere Medien zurückgegeben oder neue ausgeliehen werden. Daneben wird die Mediothek aber auch als Unterrichtsraum genutzt – oder für Lesungen mit bekannten Autoren.

Neben ihrer persönlichen Neugierde verlässt sich Haferkamp bei der Auswahl von Neuanschaffungen auf das „Wunschbuch“, in dem die Schüler ihre Vorlieben notieren. Rund 6000 Euro jährlich stehen dafür zur Verfügung. Die „Bis(s)“-Geschichten von Stephenie Meyer, auf die sich Juliane Tobiaßen (13) stürzt oder der Krimi, den Hannah Staschen (14) bevorzugt, belegen, dass die beiden Mitarbeiterinnen mit ihren Neuerwerbungen richtig liegen.

„Es gibt Überlegungen, unsere Mediothek auch für die Bevölkerung zu öffnen“, erklärt Michael Rettberg, der gemeinsam mit Kollegen vor rund drei Jahren das Konzept der Schulbibliothek erarbeitet hat. Das Interesse der Schüler zeige, dass es Bedarf an einer solchen Einrichtung gibt.

Torsten Wewer
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