Varel - In der herbstlich geschmückten Schlosskirche in Varel sind am Sonntagabend von der Empore und vor dem Altar Jagdhörner erklungen. Die Jägerschaft Friesland-Wilhelmshaven hatte zur Hubertusmesse eingeladen. Die zahlreichen Zuhörer genossen dieses außergewöhnliche musikalische Erlebnis. Besonders eindrucksvoll kam die gute Akustik in der voll besetzten Schlosskirche beim von den Bläsern begleiteten Gesang der Gemeinde zur Geltung.

In seiner Predigt ging der Westersteder Pastor Jürgen Spradau auf die Geschichte von Jakob und Esau im ersten Buch der Bibel ein. Sie erzählt vom Anfang der Sesshaftwerdung der Menschheit und dem Beginn der Vorratswirtschaft und dem nachhaltigen Umgang mit der Natur – so wie es die Jäger tun.

Die Jagdhornbläser der Jägerschaft Friesland-Wilhelmshaven unter der Leitung von Onno Leiner-Bruhn begleiteten auch die Lesungen, Fürbitten und Lieder. Der Hauptteil der Messe wurde auf Parforce-Hörnern geblasen. Der Gottesdienstordnung folgend wurden die Stücke Einzug, Kyrie, Gloria, Sanctus und Hubertushymne, Choral, Agnus Die, Le Clocher de Dampiere, Glocken und der Hubertusmarsch vorgetragen. „Für unsere Musiker ist die Messe der Veranstaltungshöhepunkt des Jahres“, sagte Hartmut Schröder.

Die Hubertusmesse wird jährlich zu Ehren Gottes und zur Erinnerung an den Heiligen Hubertus von Lüttich gehalten. Der Überlieferung nach war Hubertus als junger Edelmann ein leidenschaftlich ausschweifender Jäger. Später erkannte Hubertus in allen Wesen Geschöpfe göttlichen Ursprungs und hat sich deshalb hegend und pflegend für sie verwandt.