JEVER - 1848 gründete der Gastwirt Diedrich König eine Brauerei – und legte damit den Grundstein für das Friesischen Brauhaus zu Jever.

Zur damaligen Zeit gab es rund um Jever mehr als zwanzig Brauereien. Doch König war überzeugt davon, dass sein Bier etwas Besonderes ist.

Im Jahr 1867 übernahm der Gastwirtssohn Theodor Fetköter die Braustätte und gestaltete die ersten speziellen Flaschen für das Bier. Zudem entwickelte er zugkräftige Werbemaßnahmen. So wurde aus der kleinen privaten Braustätte eine norddeutsche Premiummarke.

In diesem Jahr feiert das Friesische Brauhaus sein 160-jähriges Bestehen (die NWZ berichtete). Für die große Unterstützung durch das Brauhaus möchte sich das Schlossmuseum Jever nun mit einem kleinen Geburtstagsgeschenk bedanken. Dabei halfen sechs Studenten der Universität Oldenburg: Sie haben im Studienfach Europäische Geschichte eine Brauerei-Ausstellung gestaltet.

Ein Semester lang stöberten Christine Kruse, Christoph Kienemann, Ines Weber, Marten Klose, Cornelia Jäger, und Sönke Linck mit Hilfe von Museumsleiterin Professor Dr. Antje Sander in der jeverschen Bier-Geschichte.

Die Studenten entwickelten Chroniktafeln mit den wichtigsten Fakten aus der Unternehmensgeschichte, die drei Wochen lang im Schloss zu sehen sind. Neben Daten finden die Besucher in der Ausstellung auch einen Teil der ersten Wasserleitung des friesischen Brauhauses.

Nach der Ausstellung werden die Tafeln dem friesischen Brauhaus übergeben. Das Brauhaus kann diese dann z. B. bei Messen nutzen. Zusätzlich erstellten die Oldenburger eine kleine Broschüre, die in übersichtlicher Form die Geschichte der Brauerei darstellt.

Landrat Sven Ambrosy betonte bei der Ausstellungseröffnung, dass die Brauerei für die Region ein wichtiger Wirtschaftsfaktor und Werbeträger ist. „Die Marke Jever wirbt mit der Schönheit der Region – und die Region wirbt mit dem Bier“, sagte Ambrosy.

Die Ausstellung kann bis Ende Juli täglich von 10 bis 18 Uhr im Schlossmuseum Jever besichtigt werden.