JEVER - „Glück kann für jeden etwas anderes sein. Für mich ist Glück, wenn ich mich mit meiner Familie gut verstehe.“ Lena Kreye weiß ganz genau, was Glück bedeutet: Sie hat sich zusammen mit mehr als 30 Mitschülern aus der Paul-Sillus-Schule ein Jahr lang intensiv damit auseinander gesetzt.
Waren es zunächst Playstation oder Fahrrad, die als Glück genannt wurden, sind die Kinder ganz schnell dahin gekommen, Glück zu empfinden, wenn andere Menschen durch sie glücklich sind, beschreibt Ulrike de Buhr von der Kunstschule Kiebitz den Weg der Grundschüler zum besseren Verständnis.
Ein großes Glück für alle ist auch das Produkt ihrer Forschungsreise: Ein ganzes Buch mit den Ergebnissen der „Glückswerkstatt“ der Kunstschule. Ein Daumenkino am Rand jeder Seite zeigt, dass Glück auch ganz viel mit Spaß zu tun hat.
Eine große Belohnung für das Projekt hat es auch schon gegeben: Vergangene Woche waren die Macher der Glückswerkstatt nach Hannover ins Ministerium für Wissenschaft und Kultur eingeladen worden, um ihr Buch dort vorzustellen.
Möglich wurde die Herstellung eines Buchs durch die Förderung durch das Land. Auch in der Region fanden sich Sponsoren. So halfen die Volksbank Jever und die Jawir-Stiftung, das Geld für den Druck aufzubringen.
Und sicher hat das Projekt auch sein Ziel, die Stärkung von sozialer und kultureller Integration, von Fantasie, Medienkompetenz, Sprachentwicklung und Verständnis des Kulturguts Buch und die Vermittlung von Erfolgserlebnissen voll und ganz erreicht.
Das Buch der Grundschulkinder ist zum Preis von 19,50 Euro in der Kunstschule, in der Volksbank Jever und den örtlichen Buchhandlungen erhältlich. Ein neues Projekt zum Thema Integration ist angedacht. Almut Ernst, Ulrike de Buhr und Andreas Reiberg von der Kunstschule wollen als nächstes ein Theaterstück erarbeiten.
