JEVER - „Man muss aufeinander eingehen“, beschreiben Leonore und Helmut Gundlach ihr Rezept, wie eine Ehe gut funktioniert. An diesem Freitag feiern sie 50. Hochzeitstag. „Wir haben immer alles zusammen gemacht und waren uns immer einig“, sagt Leonore Gundlach: Darüber habe sich die Verwandtschaft oft gewundert.
Seit 1996 leben die Gundlachs in Jever. Kennengelernt haben sie sich in den 50er Jahren beim Baden am Baggersee am südlichen Stadtrand von Berlin – „ganz romantisch“, sagt Leonore Gundlach und schmunzelt bei der Erinnerung. Geboren im Erzgebirge war sie 1938 mit ihren Eltern in die Gegend um Berlin gezogen, Helmut, gebürtiger Berliner, hatte es bei Kriegsende an den Stadtrand verschlagen.
Am 3. August 1957 heirateten die beiden in Dinslaken, wo Helmut nach dem Studium als technischer Angestellter arbeitete. „Es war wunderschönes Wetter und sehr heiß“, erinnern sich die beiden. In Dinslaken wurde auch ihr Sohn Hartmut geboren.
„Da weder Helmuts noch meine Eltern in der Nähe wohnten, mussten wir Arbeit und Familie ohne Hilfe geregelt bekommen“, erzählt Leonore Gundlach, die ihr ganzes Leben lang in der Buchhaltung – „das ist recht spannend“ – tätig war. Erholung vom Alltag brachten die Urlaube, die die Familie am Bodensee oder zum Wandern in den Bergen verbrachte. „Hier im Norden waren wir nie“, sagt Helmut Gundlach.
Nach Jever verschlagen hat es die beiden, als sie in Rente waren und ihr Sohn mit seiner Frau und den beiden Söhnen bereits in der Marienstadt lebte. Kurzerhand zogen die Gundlachs ebenfalls hierher.
„Wir sind als erstes in den Bürgerverein eingetreten“, erinnert sich Leonore Gundlach. 2001 wurde sie Mitglied im Seniorenbeirat Jever, dem sie bis 2006 angehörte und 2004 gründete sie die Selbsthilfegruppe „Schlaganfall“ im DRK Jeverland. „Man muss sich beschäftigen“, sagt sie. Auch ihr Mann ist immer mit von der Partie – „als Chauffeur“ sagt er und schmunzelt still.
Zur Feier der Goldenen Hochzeit erwarten die beiden Besuch von Familie, Verwandten und guten Freunden.
