Navigation überspringen
nordwest-zeitung
ePaper Newsletter App Jobs Immo Trauer Shop

Jugendverein In Jever Die Zielgruppe – das sind sie selbst


The Movement: Tom Balduff (18, von links), Tammo Potthas (18), Mattis Wilke (17), Robin Schick (18) und Renke Meenen (16).
Rahel Wolf

The Movement: Tom Balduff (18, von links), Tammo Potthas (18), Mattis Wilke (17), Robin Schick (18) und Renke Meenen (16).

Rahel Wolf

Jever - Sie wollen für die Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Jever etwas bewegen und eine Plattform für Ideen bieten: „The Movement“ ist ein neugegründeter gemeinnütziger Verein für Kultur und Jugend. „In Jever wird viel getan für Senioren, aber wir haben die Sorge, dass die Jugend dabei hinten runter fällt“, sagt Gründungsmitglied Tom Balduff (18).

The Movement

Der gemeinnützige Kultur- und Jugendverein „The Movement“ ist am 8. August 2018 gegründet worden. Der Verein stellt Projekte zur Stärkung der regionalen Jugendkultur auf die Beine.

Die Mitglieder – Jugendliche und junge Erwachsene – führen alternative und nicht kommerzielle Veranstaltungen im Bereich Kunst, Musik und Kultur durch. Außerdem bietet der Verein eine Plattform zum Austausch.

Erste Musik - und Tanzveranstaltungen hat der Verein bereits organisiert und durchgeführt – mit großer Resonanz.

The Movement suchen auch noch Mitglieder. Der Mitgliedsantrag kann auf der Internetseite heruntergeladen werden.

Und weil die Jungs, insgesamt gibt es sieben Gründungsmitglieder, nicht einfach abwarten wollten, haben sie sich selbst in Bewegung gesetzt. „Unserer Generation wird ja gern mal nachgesagt, dass wir faul oder unpolitisch sind, dem Klischee wollen wir auch etwas entgegensetzen“, sagt Robin Schick.

Schnelle Entscheidungen

Zwei der Gründungsmitglieder haben es erst beim Jugendparlament Friesland versucht, aber schnell gemerkt, dass es nicht das ist, was sie wollen. „Dort dauern Entscheidungsprozesse sehr lange, viele müssen abstimmen und sich einigen , bis endlich was passiert“, sagt Tom Balduff. The Movement dagegen trifft sich – und dann wird gleich losgelegt.

„Die Vereinsgründung mit der Satzung und so, das war auch schon heftig, bis wir das alles so weit hatten, dass das auch funktioniert und anerkannt wird“, sagt Tom Balduff.

Mehrere nichtkommerzielle Partys haben die Jungs inzwischen veranstaltet. Musikrichtung? „Alles außer Schlager mit Fokus auf HipHop und Elektro“, sagen sie und lachen. „Ohne Musik geht nichts.“

„Und die Resonanz ist super, es kommen viele in der Schule zu uns und sagen, dass sie klasse finden, was wir machen“, sagt Renke Meenen (16).

Kennengelernt haben sich alle auf dem Mariengymnasium, dort haben sie unter anderem auch die Party für die Unterstufe organisiert und umgesetzt. „Das hat richtig Spaß gemacht, deswegen haben wir auch entschieden, dass wir auch eine Kinderparty organisieren wollen“, sagt Mattis Wilke (17).

Aber die Ideen sind vielfältig und reichen von Freiluftpartys auf dem Feld über weitere Musik- und Tanzveranstaltungen bis zu Workshops und Projekten etwa zur Musikproduktion, Streetart oder zum DJing, also dem Auflegen von Musik.

DJs sind sie nämlich alle. Auch mit Veranstaltungstechnik kennen sie sich aus. „Wir waren zum Beispiel zuletzt im Parkhaus Moorwarfen und haben da eine Party mit ca. 200 Gästen geschmissen. Da haben wir alles gemacht, Aufbau, Technik, Musik und am nächsten Tag sogar die Klos geputzt“, sagen sie.

Noch Träume

Dass ihre Musik- und Tanzveranstaltungen so gut bei den Jugendlichen in Jever und Umgebung ankommen, erklären sich die Jungs so: „Wir machen nichts für die Zielgruppe, wir sind die Zielgruppe.“

Für ihre Veranstaltungen müssen sie teils noch selbst in Vorleistung treten, denn es fehlt ihnen an technischem Equipment, das sie im Moment noch extern leihen müssen. „Eine vereinseigene PA-Anlage, das wäre schon ein Traum“, sagen sie.

Themen
Artikelempfehlungen der Redaktion

Eishockey-Regionalliga Heimspiel-Doppelpack in Sande

Henning Busch Sande

Bisher 4000 Tickets für Heimspiel am Sonntag verkauft Hält VfB gegen 1860 München den Zuschauerschnitt?

Lars Blancke Oldenburg

Legal oder nicht? Mit Cannabis über die Grenze – so arbeiten Zöllner im Nordwesten

Sabrina Wendt Im Nordwesten

Post-Vac-Antrag in Aurich SPD will wöchentliche Sprechstunde einführen

Annika Schmidt Aurich

Prozess in Aurich 26-Jähriger würgt seine Ex-Freundin bis zur Bewusstlosigkeit

Martina Ricken Aurich
Auch interessant