JEVER - Dichtes Gedränge herrschte am Sonntag beim 1. JUZ-Day Markt der Möglichkeiten im Jugendhaus Jever. Der Nachmittag mit Konzerten, Kreativangeboten, Filmvorführungen, Workshops und Diskussionen sowie Beratungsangeboten zu vielen Themen wurde von sieben Jugendzentren aus Friesland und Wittmund und dem Landkreis Friesland veranstaltet.
Viele Jugendliche aus den Jugendzentren in Bockhorn, Jever, Wittmund, Schortens, Zetel, Sande und Varel hatten bei der Organisation geholfen, bewirteten die Gäste mit Getränken und heißen Würstchen, stellten die Jugendzentren vor oder rappten, tanzten und sangen auf der Bühne.
So gab es etwa Jumpstyle aus Schortens oder Streetdance aus Obenstrohe zu sehen. Ordentlich was auf die Ohren gab es beim Hip Hop- und Beatbox-Show-Battle, bei dem verschiedene Musiker gegeneinander antreten und versuchen, sich mit ihren Texten gegenseitig zu übertreffen.
Auch der Auftritt von AKUT 06/Sande und einer Sängergruppe aus Zetel kamen beim Publikum gut an, obwohl die CD der Zeteler in der Musikanlage streikte.
Die Veranstaltung soll das Band zwischen Jugendzentren und Landkreis stärken, so Jevers Jugendhausleiter Detlef Berger. Früher sei die Zusammenarbeit nicht immer gut gewesen, sagte er.
Aber nicht nur gute Zusammenarbeit sei ein Grund für das Fest: Wir wollen die Jugendarbeit auch der Öffentlichkeit vorstellen, um mögliche Vorurteile auszuräumen, so der Pädagoge.
Ein Jugendhaus sei nämlich nicht nur eine Einrichtung, um dort seine Freizeit zu verbringen, sondern habe auch einen Bildungsauftrag. Dabei gehe es über das reine schulische Lernen hinaus. Themen seien etwa das Soziale Lernen, lebenspraktische Projektarbeit und Gemeinschaft.
Während des JUZ-Days stellte das Jugendzentrum Jever neben seiner Arbeit auch den neuen Computerraum vor, der als Arbeits- und Lernraum umgestaltet wurde.
Auch die anderen Jugendzentren hatten viel zu bieten: So berichtete das Jugendzentrum Sande etwa über eine Fahrt in das Konzentrationslager Bergen-Belsen und stellte sein Anti-Gewalt-Programm first-togetherness vor.
Das Jugendzentrum Schortens berichtete von der Sanierung des Hauses und im Jugendzentrum Wittmund steht neben Angeln auch Geocaching hoch im Kurs. Dabei suchen zumeist junge Leute in der Natur nach Gegenständen, die dort versteckt worden sind. Die Suche ist vergleichbar mit einer modernen Schnitzeljagd und wird online begleitet.
Ich bin stolz auf unsere Arbeit , sagte Jugendhausleiter Detlef Berger.
