JEVER - Die Sonne beleuchtete am Sonntagabend den jeverschen Schlosshof. Auf der großen Bühne begann das Abschlusskonzert des Landeskulturfests.

Die Kammersinfonie Oldenburg spielte unter der Leitung von Olaf Wiekmann klassische Musiktitel und begleitete die Sopranistin Irina Wischnizkaja und den Bariton Ivo Berkenbusch.

Schwungvolle Klänge und plätschernde Melodien verzauberten das Publikum im Schlosshof. Irina Wischnizkaja beeindruckte dabei immer wieder mit der geradezu schwindelerregenden Höhe ihrer wunderschönen Sopran-Stimme. Mit seinem warmen Bariton bildete Berkenbusch eine wunderbare Ergänzung zu dem glockenhellen Sopran von Irina Wischnizkaja.

Zum Repertoire der beiden Künstler aus Varel gehörten unter anderem Musikstücke wie W. A. Mozarts Duett von Pamina und Papageno aus der „Zauberflöte“ und die italienische Arie von G. Donizetti mit dem Titel „Bella siccome un angelo“ aus der Oper „Don Pasquale“.

Vor der Bühne spielten Kinder. Es herrschte zum Abschluss des Festivals eine freudig-entspannte Stimmung vor der historischen Kulisse des Schlosses.

„Das ist fast wie zu Mozarts Zeiten. Die Menschen essen und trinken und hören dabei klassische Musik – und das alles unter freiem Himmel. Das gefällt mir sehr“, sagte Ivo Berkenbusch über das stimmungsvolle Ambiente.

Als vollen Erfolg bezeichnete am Sonntagabend der Geschäftsführer der Oldenburgischen Landschaft, Dr. Michael Brandt, den Verlauf des Landeskulturfests. Auf dem Festivalgelände und im Schloss habe an beiden Tagen ein reges Kommen und Gehen geherrscht. Am Sonntag, als in Jever auch die Geschäfte geöffnet hatten, herrschte auch auf dem Schlosshof Hochbetrieb. Nach einem Regenguss am Mittag hatte sich auch die Sonne wieder durchgesetzt. Insgesamt seien mehrere tausend Besucher nach Jever gekommen. Die Zuschauerzahl von 25 000 beim Kulturfest vor zwei Jahren in Oldenburg sei zwar nicht erreicht worden. „Das hat aber auch niemand erwartet“, so Brandt: „Das Konzept ging auf, wir sind mit der Resonanz in Jever sehr zufrieden.“

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