JEVER - JEVER - Welch eine Freude für die 27 Mitwirkenden der Musikschule Friesland-Wittmund, vor vollem Haus im Anton-Günther-Saal ihr Können zeigen zu dürfen! Christine Landschulz-Herten hieß alle, auch die „Gastspieler“, im Namen der Musikschule willkommen.

Man konnte es dem konzentrierten Spiel der Kinder und Jugendlichen anmerken, dass hier solide musikalische Arbeit geleistet wurde. Das Publikum hörte die sieben Zauberflöten, durch Jonathan Kasper und Patrick Kaiser mit ihren Rhythmusinstrumenten farbig verstärkt, je ein fugiert gearbeitetes Quartett (Telemann) und ein fröhliches Trio des Engländers James Hook. Luise Hinrichs spielte zwei Sätze von Benedetto Marcello sauber und musikalisch auf der Altblockflöte. Begleitet wurde sie von Gerd Pohl am Cembalo.

Mirjam Hayduk war gleich zweimal zu hören: mit dem Allegro aus der Flötensonate a-Moll von Händel und dem „Hustle“ – ein lebendiges Stück, das an einen bekannten Schlager aus den 50ern erinnerte. Das Händelstück wurde am Grotrian-Steinweg-Flügel von Katharina Zielazek begleitet, beim zweiten Stück musste die Solistin sich einer CD-Aufnahme präzise anpassen.

Das Moderato von Ernesto Köhler ließ Anklänge an Joplins „Entertainer“ wachwerden. Schließlich glänzte Laura Husemann mit reifer Wiedergabe eines Partitensatzes von Johann Sebastian Bach und kam mit der Cantilene des Franzosen Francis Poulenc ganz groß heraus, kongenial am Flügel begleitet von Hendrik Barthels. Für die Wiedergabe des Müllerschen Allegro moderato hätte man ihr allerdings gern die leisere Blockflöte gewünscht. So kam das sichere Gitarrenspiel von Hannah Smidt nicht zu der ihm gebührenden vollen Wirkung.

Die Zuhörer dankten mit langem rhythmischen Applaus.