Jever - Wer keine Lust auf Top-40-Bands und Party-Mucke hat, sondern nach handgemachter Musik abseits des Mainstreams sucht, der ist bei der JUZ-Bühne im Hopfen-Karree auf dem Altstadtfest Jever bestens aufgehoben. Diesmal erfreuen 18 Bands die Ohren ihrer Zuhörer mit tanzbarem Indie-Pop, Metal, Hardrock, Punk op Platt oder Ska.
Für genießer
Nicht entgehen lassen sollten sich die Zuhörer „8 Seasons“ (komplettes Line-Up, siehe Infobox) aus Leer. Die Band kommt in einer Besetzung mit Geige und Harfe und erzeugt mit heiterem und tanzbarem Indie-Pop, untermalt von dreistimmigen Gesang, einen ganz besonderen Sound. Die klassischen Instrumente lassen die Musiker immer wieder aus dem gewohnten Genre ausbrechen.
Auch „Light Opera“ ist etwas für Genießer, die auch leise und ruhige Töne schätzen. Mit ihrem experimentellen Sound, beeinflusst von Tango und Folk, schaffen sie eine entspannte Atmosphäre.
Für Abenteurer
Plattdeutsch und Punk – passt das zusammen? De Schkandolmokers beantworten das auf jeden Fall mit einem „Ja“. Die vier Männer aus Oldenburg bieten Schkandol, Witz und eine gehörige Portion Punkrock – op Platt. Bei Hits wie „Trekker Förn“ oder „Mors Hoch“ gibt es im Publikum kein Halten mehr. Mitgröhlfaktor garantiert.
Für Partymacher
„Get on your feet and put on your dancing shoes“ – das gilt auf jeden Fall für die Musik von „Brennholzverleih“. Die achtköpfige Band spielt tanzbaren Ska, lockeren Reggae und wütenden Punk-Rock. Mit eigenen Songs und deutschsprachigen Texten gelingt es der Truppe, fast Jede*n zum Lachen, zum Nachdenken, manchmal auch zum Mitleiden aber unbedingt zum Tanzen zu bringen.
Für Rocker/Metaller
Mit gleich drei Lokalmatadoren und einer Band aus Ganderkesee kommen auch die Freunde der härteren musikalischen Gangart auf ihre Kosten: Als hochgeschätzte Konstante stehen auch die Jungs von „Hellhead“ wieder auf der JUZ-Bühne. Die Hardrocker sind so sehr „auf die Fresse“, dass Zuhörer ihren Tinnitus auch am Sonntagabend noch spüren werden. Aber auch der Nachwuchs schläft nicht und mit „Through The Valleys“ aus Schortens gibt es Metalcore und Post-Hardcore auf die Ohren. Die Jungs stehen für modernen Metal, mit klaren Gesängen, brutalen Vocals und melancholischen Melodien. Da reiht sich auch Maelføy aus Ganderkesee mit melodischem Post-Hardcore mit Einflüssen aus Punk und Metalcore ein.
Vor allem bekannt als Cover-Band, nun aber mit eigenem Sound und eigenen Songs am Start sind „Wendigo“ aus Schortens. Die Zuhörer erwartet Stoner-Rock vom Feinsten, die Songs stammen vom Debütalbum „Wasteland Stories“ der Band.
Für Femalerockfans
Frauenpower ist ein Schwerpunkt des JUZ-Bühnen-Line-Ups in diesem Jahr. Und bei „Lighthouse Down“ steht eine Frontfrau auf der Bühne, die mit ihrer charakterstarken Stimme auf offener See in den nächsten Sturm treibt. Die Band um Jule schwimmt auf der neuen Female-Fronted-Rock-Welle mit und erzeugt einen Sound irgendwo zwischen Guano Apes und Paramore.
Auch bei Straitjacket steht Linda Rosner als Frontfrau am Mikrofon. Die Band spielt ehrlichen Rock mit Einflüssen aus Blues und Stoner-Rock kombiniert mit der düsteren Stimmung des Doom Metal.
Gitarrenriffs zwischen Blues- und Hardrock treffen auf eine Stimme wie ein Orkan und die gehört Frontfrau Jenny. Das Quintett aus Bremen und Berlin beschwört den Geist großer Rocklegenden. „We Are Riot“ bietet Female Fronted Rock at it’s best.
Die Emder Sängerin und Gitarristin Inga Groeneveld ist unter dem Pseudonym IJAROXX schon seit längerer Zeit unterwegs und tritt seit einigen Jahren auch mit ihrer Band unter diesem Namen auf. Gespielt wird ein melodischer Mix aus Pop, Punk und Rock.
Für Tiefsinnige
Insa Schumann aus der Lüneburger Heide beeindruckt mit ihrer ehrlichen und authentischen Art. Die 22-Jährige singt, spielt Gitarre und Klavier und textet auf Deutsch und Englisch über das Erwachsenwerden und die Höhen und Tiefen des Lebens.
