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Sondervorstellung Im Kino Jever Ritter Trenk snackt nu Platt

Rahel Wolf

Jever - Ritter Trenk ist ein Zeichentrickfilm, der 2015 in die deutschen Kinos kam und nun auf Plattdeutsch synchronisiert wurde. Seit Oktober läuft er nun in dieser Version in 45 Kinos in Nord- und Ostdeutschland.

Eines davon ist das Kino Jever. Dort wird es auf Initiative von Plattsnacker Georg Schwitters am Montag, 10. Dezember, um 18.30 Uhr eine Sondervorstellung des Films geben. Daran werden auch seine gut 20 Kursteilnehmer von der Volkshochschule teilnehmen. Da das Kino aber insgesamt 120 Plätze zur Verfügung hat, sind noch viele Plätze frei und Karten ab sofort erhältlich.

Die Vorstellungen

Eine Sondervorstellung des Films „Ritter Trenk op Platt“ gibt es am Montag, 10. Dezember, 18.30 Uhr, im Kino Jever. Dort sind noch viele Plätze frei.

Weitere Vorstellungen gibt es für Gruppen und Schulklassen auf Anfrage. Besonders Kindergärten und Grundschulen sind angesprochen. Der Film kann auch noch nach den Weihnachtsferien gezeigt werden.

Die Karten kosten für Gruppen je vier Euro pro Person.

Weitere Infos und Anmeldung bei Hans-Joachim Döhring unter Tel. 04461/5822 oder bei Plattdeutsch-Beauftragtem Hermann Wilken unter Tel. 04461/5555.

Eine Besonderheit

„Diese Vorstellung soll aber nicht die einzige bleiben“, sagt Frieslands Plattdeutsch-Beauftragter Hermann Wilken. Kindergärten und Schulen sind angesprochen. „Sie können sich im Kino Jever melden und eine Vorstellung für Klassen oder Gruppen buchen“, sagt Kino-Betreiber Hans-Joachim Döhring. Der Film ist ab sofort verfügbar, denkbare Spielzeiten sind am Vormittag oder am frühen Nachmittag. „Das Angebot gilt auch noch nach den Weihnachtsferien, wer Interesse hat, der soll sich einfach bei mir melden“, sagt er.

Aber nicht nur Kinder sollen sich angesprochen fühlen, auch alle anderen Interessierten sind eingeladen, sich den Film anzusehen. Sie melden sich ebenfalls bei Hans-Joachim Döhring.

Dass es den Film in dieser Version überhaupt gibt, ist eine Besonderheit, denn plattdeutsche Filme lassen sich fast an einer Hand abzählen. Die plattdeutsche Version von „Ritter Trenk“, die übrigens auch auf Plattdeutsch „Ritter Trenk“ heißt, weil es im Plattdeutschen kein eigenes Wort für Ritter gibt, ist auf Initiative der Hamburger Autorin Kirsten Boie entstanden. Die liegerte mit ihrem Kinderbuch „Der kleine Ritter Trenk“ die Vorlage zum Film.

Ziel der Synchronisation ist, das Plattdeutsche für Kinder wieder interessant zu machen. Aufgegriffen wurde ihre Idee dann von der Initiative „Platt is cool“. Für die Realisierung des Projekts wurde dann der Verein „Platt und Friesisch in der Schule“ gegründet.

Plattdeutsche Dialekte

Synchronisiert wurde der Film letztlich unter Leitung von Heiko Frese und Georg Schillmöller. Der plattdeutsche Text zum Film stammt von Hartmut Cyriaks und Peter Nissen. „Die beiden haben ein sehr gutes Plattdeutsch“, sagt Schwitters.

Dabei war es alles andere als einfach, die Sprecher für die Rollen zu finden, denn die Hauptrollen werden überwiegend von Kindern gesprochen. Ein Castingaufruf folgte – und führte zum Erfolg. Und weil die 15 Kinder aus ganz unterschiedlichen Regionen kommen, werden im Film auch viele unterschiedliche plattdeutsche Dialekte gesprochen.

Schauspieler Axel Prahl, der in der Originalversion Ritter Hans van Hohenlob spricht, spricht den auch im plattdeutschen Film „op Platt“. Das Projekt wurde mit 85.000 Euro von den Filmförderungen Nordmedia sowie Hamburg – Schleswig-Holstein, der Arbeitsgemeinschaft „Platt is cool“, der Plattdüütsch-Stiftung Neddersassen, der Carl-Toepfer-Stiftung sowie Unternehmen und Einzelpersonen gefördert.

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