Jever - Vor allem Fleisch in allen Variationen und mit verschiedenen Beilagen – gewickelt in Teig, mit Soße im Brötchen oder garniert mit Gemüse – boten die mobilen Garküchen der Streetfood-Karawane in Jever, die diesmal den Kirchplatz nur zur Hälfte umspannte.
Schade: Eigentlich sollte der komplette Kirchplatz mit Streetfood-Fahrzeugen vollstehen. Doch Veranstalter Udo Klassen vom Verein „people welcome“ aus Groß Vollstedt hatte einige kurzfristige Absagen bekommen – so blieb das Angebot überschaubar.
Die Betreiber der gut 15 Straßenküchen hatten am langen Pfingstwochenende Essen aus aller Herren Länder auf Herd oder Grill. Und obwohl zumindest am Samstag das Wetter nicht überragend gut war und der Sommer eine stürmische wolkige Pause einlegte, pilgerten Feinschmecker und Liebhaber der Gaumenfreuden beständig zum Kirchplatz.
Besonders präsent waren diesmal in den mobilen Garküchen BBQ-Spezialitäten, Hot Dogs und Burger, Pommes und Pulled Meat. Trotzdem: Wer wollte, der konnte auch türkische Pizza, griechisches Essen oder am Stand „Bugs and Friends“ von Dunja El Zein Buffalos, Mehlwürmer oder Heuschrecken bekommen.
Das hat Micheal Küßner ausprobiert. Heuschrecke mit Dip. Sein Fazit: „Die schmeckt kross. Eigentlich ist das Essen von Insekten vergleichbar mit Froschschenkeln. Das ist eine Sache, die im Kopf stattfindet“, meint er.
Immerhin sind die Insekten reich an Proteinen und in großer Zahl verfügbar. Der Stand von Dunja El Zein, die längst als „Insektenfrau“ bekannt ist, ist fester Bestandteil der Streetfood-Karawane, die vom Verein „people welcome“ organisiert wird.
Den Vereinsmitgliedern um Vorsitzenden Udo Klassen geht es dabei nicht nur um das Essen als verbindendes Element zwischen den Kulturen, sondern auch um gegenseitiges Verständnis, Respekt und Austausch über Grenzen und den Tellerrand hinweg.
Natürlich gab es auf der Street-Food-Meile nicht nur Essen, sondern auch Getränke. Cocktails zum Beispiel oder die Schnäpse und Liköre von O’Donnell Moonshine, einem Start-Up aus Berlin, das auch im vergangenen Jahr bereits mit seinem Stand in Jever gastiert hatte. Der Clou: Die Hochprozentigen werden in Einmachgläsern mit passendem Ausschankdeckel angeboten.
