Stuttgart/Nordenham - Damit wir klug werden – das Motto des 35. Deutschen Evangelischen Kirchentags ist auch für die Johanniter aus dem Regionalverband Weser-Ems aufgegangen. Sie waren als freiwillige Helfer vor Ort.

Mit vielen neuen Eindrücken und Erlebnissen sind die 15 ehrenamtlichen Helfer aus den Ortsverbänden Oldenburg, Varel, Wittmund, Nordenham, Wilhelmshaven, Ahlhorn und vom Küchentrupp des Ortsverbandes Jeverland nun wieder Zuhause angekommen.

Insgesamt hatten mehr als 1000 Ehrenamtliche der Johanniter aus ganz Deutschland das „Johanniterdorf“ bezogen und fünf Tage lang bei hochsommerlichen Temperaturen im Sanitätsdienst, in den Fahr- und Begleitdiensten für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen und in der Kinderbetreuung für das Wohl der Gäste gesorgt.

Abschnittsleiter und Zugführer der Regionalbereitschaft Weser-Ems, Stefan Onken aus Nordenham, war für den kurzfristig erkrankten Michael Will eingesprungen. Er war zufrieden: „Wir hatten Spaß und sind durch unser hohes Maß an Professionalität in Stuttgart aufgefallen.“

Neben Stefan Onken war auch Tina Brenneis aus Nordenham dabei. Sie hatte die Aufgaben der Führungsassistentin übernommen und war Stellvertreterin von Stefan Onken. Der Ortsverband Nordenham hatte außerdem das Material für die Unfallhilfsstelle gestellt.

Einen Sondereinsatz hatte Michael Bunjes vom Ortsverband Varel. Gemeinsam mit einem Kollegen vom Nordhannoverschen Ortsverband sicherte er den Auftritt des Arztes und Komikers Dr. Eckart von Hirschhausen ab. Hirschhausen ist selbst Johanniter und bedankte sich persönlich bei Michael Bunjes.

Hans Pageler, Karin Meyer und Jürgen Szkodowski vom Ortsverband Jeverland kümmerten sich um die Verpflegung der Helfer. Als besondere Herausforderung übernahmen sie die Nachtschichten. Bei Einsätzen dieser Größenordnung sind auch nachts die Sanitätsstellen besetzt, deshalb muss die Versorgung rund um die Uhr mit Essen und Getränken sichergestellt sein. „Wer um 4 Uhr nachts in einem Sanitätszelt sitzt, ist für ein warmes Essen und einen heißen Kaffee unendlich dankbar“, sagte Jürgen Szkodowski.

Insgesamt zählten die rund 400 Sanitäter und Rettungsassistenten sowie 14 Ärzte 1806 Fälle, in denen sie Erste Hilfe leisteten. Der Rettungsdienst musste 181-mal ausrücken.

„Ein Großteil der Einsätze entfiel aufgrund der hohen Temperaturen auf Kreislaufbeschwerden, aber auch leichtere Verletzungen wurden versorgt“, berichtete Dr. Thorsten Lukaschewski, ärztlicher Leiter der Johanniter-Unfall-Hilfe beim Kirchentag. Der Johanniter-Fahrdienst beförderte 5634 Menschen mit Mobilitätseinschränkungen.