Nordenham - Rund 30 Vertreter aus neun Ortsverbänden im Regionalverband Weser-Ems der Johanniter-Unfall-Hilfe, darunter auch Mitglieder aus Nordenham, trafen sich vor kurzem in Oldenburg, um über die Einsätze der Regionalbereitschaft zu beraten. Im Mittelpunkt standen die Nachbesprechung des Einsatzes beim Evangelischen Kirchentag sowie der Einsatzbefehl für den Sanitätsdienst beim 37. Open Air-Festival in Stemwede. Von Freitag bis Sonntag, 16. bis 18. August, werden dort bis zu 20 000 Besucher erwartet.
In der meist kurzen Nacht bleiben die meisten Besucher auf den nahen Campingplätzen. „Gerade die Dauer der Veranstaltung und die Weitläufigkeit des Geländes stellen die Einsatzkräfte vor ganz besondere Herausforderungen“, erklärt Regionalbereitschaftsführer Martin Hilse.
Eingesetzt werden rund 80 Sanitäter unterschiedlicher Qualifikationen sowie mehrere Notärzte, darunter Markus Wedemeyer aus Nordenham. Mit dabei haben sie fünf Rettungs- und Krankenwagen sowie den Einsatzleitwagen des Ortsverbandes Oldenburg und einen Behandlungsplatz für die Versorgung von kleineren bis hin zu lebensbedrohlichen Verletzungen und Erkrankungen. „Wir erwarten das ganze Spektrum von Mückenstichen und Schnittverletzungen durch zerbrochenes Glas bis hin zu Kreislauf- oder gar Herzproblemen sowie alkoholbedingte Ausfälle“, sagt Martin Hilse. Für die Versorgung der Patienten sowie die Unterbringung der Einsatzkräfte bauen die Johanniter eine eigene Zeltstadt auf.
Die Regionalbereitschaft Weser-Ems hat im vergangenen Jahr zum ersten Mal den Sanitätsdienst beim Open Air in Stemwede gestellt. Die Veranstaltung ist eine der traditionsreichsten kostenlosen Open-Air-Festivals und lockt auch in diesem Jahr wieder mit zahlreichen Bands.
