Elsfleth - Ob die Elsflether Schifffahrtstage 2016 unter einem guten Stern, sprich Mai-Sonne, stehen würden, ließ sich am frühen Sonnabendmorgen noch nicht festschreiben. Zu Beginn des traditionellen Kutterrennens begann der Festsonnabend zunächst unter dunklen Wolken – daraus schüttete es in typisch norddeutscher Art.
Irgendwann im Laufe des Vormittags hatte Wettergott Petrus Mitleid mit den patschnassen Kutterpullern, und die himmlischen Schleusen wurden dicht gemacht, und nass wurden die Puller nur noch, wenn sie schwitzend an den Riemen rissen.
Darüber freuten sich nicht nur die Stadt- und Kajenbesucher, auch entlang der Kutterrennmeile genossen die Crews am Huntepromenadenweg den Trubel in ihren Beduinenzelten. Flaschenöffner traten in Aktion und Grillgeräte wurden befeuert und bestückt. Die offizielle Begrüßung beim Eintreffen der Gastboote und -schiffe übernahm im Festzelt an der Kaje Elsfleths Bürgermeisterin Traute von der Kammer, musikalisch-maritime Grüße entsandte der Visurgen Shanty-Chor.
Bei schönstem Maiwetter dann am Nachmittag der gewohnte Trubel an der Feiermeile und in der Innenstadt. Die Geschäftsleute des Gewerbe- und Handelsvereins hatten ihre Geschäfte geöffnet und die Losverkäufer des GHV animierten zum Kauf von Losen für die große Tombola.
Auch die Studentinnen des Fachbereichs Seefahrt setzten sich für einen guten Zweck ein, die Erlöse ihres großen Kuchenbüfetts spenden sie der DGzRS.
Das Angebot „open ship“ nutzten am Nachmittag, als auch die „Lissi“ wieder an der Kaje festgemacht hatte, viele Gäste und im Festzelt ließen sich die Besucher mit Kaffee, Kuchen und den Klängen der Moorriemer Quetschkommoden verwöhnen.
Vor allem bei den „zugereisten Binnenländern“ stand ein Gang an Bord der Traditionsschiffe hoch im Kurs. Zum ersten Mal hatte auch der so gut wie fertig gestellte Frachtensegler „Aventuur“ an der Kajenmauer festgemacht. Mit den „Tagen der offenen Tür“ klinkte sich auch das Haus Elsfleth des Schiffahrtsmuseums in die Seefahrtstage ein.
An diesem Sonnabend „in die Luft zu gehen“ trauten sich die Besucher ebenfalls. Aus der Gondel des 100-Tonnen-Krans gab es einen tollen Rundum-Blick über die „maritimste Stadt Deutschlands“. Zur Zumba-Party im Festzelt lud die Braker Tanzschule Tanzania ein, Rudi und Patrick bespaßten die Gäste mit maritimen Liedern und Döntjes und alle Skipper trafen sich am frühen Abend an Bord der „Lissi“ zum Austausch, Fachsimpeln und Klönschnack – über den Sonntag der Elsflether Seefahrtstage wird die NWZ noch gesondert ausführlich berichten.
