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NWZonline.de Nachrichten Kultur

Musik: Junges Publikum einfangen und bei Laune halten

14.06.2016

Oldenburg Vögel stülpen sich keine Kopfhörer über oder stöpseln Earphones ein. Der Wind umspielt ihren Flügelschlag sowieso mit der grandiosesten Musik. Gut so. Doch so können sie auch kein beflügelndes Programm abrufen und genießen wie das vom 4. Kinderkonzert im ausverkauften Kleinen Haus des Oldenburgischen Staatstheaters. Schade so.

„Der Traum vom Fliegen“ hebt Menschen von fünf Jahren an in die Lüfte und navigiert sie in geheimnisvolle Welten. Thomas Honickel führt als Moderator und als Dirigent des spürbar beflügelten Staatsorchesters nicht nur ins Reich der Vögel. Er landet auch in weit entfernten Märchengebilden, bei Elfen, beim mutigen Peter Pan, bei Harry Potter, trifft Wendy.

Bunt, aber mit einigem Anspruch, gibt sich die Musikzusammenstellung. Filmmusikpopulist John Williams ist mit „Hedwig’s Flight“ vertreten. Beethoven kommt mit den Vogelszenen aus der Pastoral-Sinfonie zum Tönen. Tschaikowski huldigt den Schwänen. Leonard Bernstein lenkt die Fantasie mit Ausschnitten aus „Peter Pan“ in Richtung Neverland. Johann Strauß lässt die Fledermaus flattern.

Honickel hat die Werke geschickt gerafft. Die Aufmerksamkeit auch der jüngsten Zuhörer trägt über kurzweilige lange 75 Minuten.

Überhaupt zeigt die Entwicklung der Kinderkonzert-Reihe und ihrer Zuhörerschaft am Staatstheater Erstaunliches. Es sind kaum Albernheiten notwendig, um ein junges Publikum einzufangen und bei Laune zu halten. Wenn Bariton Paul Brady unverhofft eine Sopranrolle singen soll, dann inszeniert er darum mit dem Dirigenten eine Komödie mit warmherzigem Humor.

Wenn die Mädchen im Saal den Schwanentanz imitieren, so wirkt das nicht niedlich, sondern kreativ. Wenn der Klanghelden-Jugendchor und die Solistinnen Sarah Gärtner und Alicia Niedringhaus Zauberwelten besingen, dann hat das bei aller Feinheit Gewicht. Die Kinderkonzerte sind fast schon ein bisschen erwachsen.

Zum Ausklang schmettern alle Musiker und Besucher den ersten Pomp-and-Circumstances-Marsch von Edward Elgar. Natürlich lässig mit dem lokalpatriotischen Text: „Town of hope and glory, Oldenburg, mien’ Stadt“ – und dem hinausposaunten Hinweis: „Wer wohnt schon in Brem’n?“

Die Oldenburger können ganz schön abheben.

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