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NWZonline.de Nachrichten Kultur

Literatur: Jury lässt Auswahl von 176 Titeln auf 20 schrumpfen

14.08.2014

Frankfurt /Main Beim Deutschen Buchpreis treten in diesem Jahr Sasa Stanisic und Thomas Hettche mit ihren neuen Werken an, aber nicht Büchner-Preisträger Martin Mosebach. Im Wettbewerb um den besten deutschsprachigen Roman veröffentlichte die Jury am Mittwoch eine Longlist mit 20 Titeln von renommierten Autoren bis hin zu Debütanten. Am 10. September wird die Liste auf sechs Titel reduziert. Aus ihr wird am 6. Oktober, dem Vorabend der Frankfurter Buchmesse, der Sieger ermittelt.

Geschafft in die Longlist haben es auch Angelika Klüssendorf, Michael Köhlmeier, Charles Lewinsky, Ulrike Draesner, Marlene Streeruwitz, Heinrich Steinfest, Lutz Seiler oder Feridun Zaimoglu mit ihren neuen Romanen. Die Bandbreite der Titel reicht vom Gegenwartsroman bis hin zu historischen Stoffen. „Wir wollten eine große Vielfalt haben“, sagte die Sprecherin der siebenköpfigen Jury, die Berliner Kritikerin Wiebke Porombka.

Stanisic hat für seinen uckermärkischen Provinzroman „Vor dem Fest“ bereits den Belletristik-Preis der Leipziger Buchmesse in diesem Jahr gewonnen. Hettche, der bereits 2006 im Finale des Deutschen Buchpreises stand, hat für sein im September erscheinendes Buch „Pfaueninsel“ viel Vorschusslorbeeren erhalten. Klüssendorf, die schon 2011 mit ihrem DDR-Roman „Das Mädchen“ für den Deutschen Buchpreis nominiert war, hat es mit ihrem Fortsetzungsroman „April“ erneut geschafft.

Insgesamt hatte die Jury 176 Titel von Verlagen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz gesichtet. Auf der Longlist stehen praktisch nur große Verlage. Kiepenheuer & Witsch ist mit drei Romanen vertreten.

Der Deutsche Buchpreis gilt als die Literaturauszeichnung mit der größten Publikumsresonanz in Deutschland. Der Gewinner erhält 25 000 Euro, die restlichen fünf Finalisten 2500 Euro.


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